{"id":104,"date":"2004-11-21T15:01:26","date_gmt":"2004-11-21T13:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/wordpress\/?p=104"},"modified":"2004-11-21T15:01:26","modified_gmt":"2004-11-21T13:01:26","slug":"intellectus-agens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=104","title":{"rendered":"intellectus agens"},"content":{"rendered":"<p>Der Zufall will es, dass ich letzte Woche zwei Begegnungen mit dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Intellectus_agens\">&#8220;intellectus agens&#8221;<\/a> hatte. Die erste in der betreffenden Bemerkung zu PowerPoint von hck, die zweite gestern in einem klassischen Philosophie-Vortrag.<\/p>\n<p>Cristoph Rapp aus Berlin sprach \u00fcber Geist und Seele bei Aristoteles, mit Ausblick auf Thomas v. Aquin und hatte einige interessante Bemerkungen parat. Es scheint, dass Aristoteles bloss an einer Stelle in seinem gesamten Werk von diesem t\u00e4tigen Intellekt spricht. Es handelt sich um 15 Zeilen und die Eigenschaften, die er diesem Intellekt zuschreibt, stammen alle aus dem Bereich des G\u00f6ttlichen.<\/p>\n<p>Nach Rapps Darstellung hat die aristotelische Tradition, und speziell Thomas, versucht, diese g\u00f6ttlich gef\u00e4rbte intellektuelle T\u00e4tigkeit als Eigenschaft des <i>menschlichen<\/i> Geistes zu fassen. Systematisch h\u00e4ngt daran u.a. die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele. Wenn der intellectus agens sie bestimmt, ist sie immateriell und damit vor dem Tod gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Keinerlei PowerPoint in diesem Vortrag. War auch nicht n\u00f6tig, er war spannend ohne diese Unterst\u00fctzung. Aber es braucht auch eine spezielle Klientel dazu, sich eine Stunde lang eine Spezialvorlesung zu Aristoteles, Averroes und Thomas von Aquin anzuh\u00f6ren (geschweige denn \u00fcber Siger von Brabant :-))<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zufall will es, dass ich letzte Woche zwei Begegnungen mit dem &#8220;intellectus agens&#8221; hatte. Die erste in der betreffenden Bemerkung zu PowerPoint von hck, die zweite gestern in einem klassischen Philosophie-Vortrag. Cristoph Rapp aus Berlin sprach \u00fcber Geist und Seele bei Aristoteles, mit Ausblick auf Thomas v. Aquin und hatte einige interessante Bemerkungen parat.<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=104\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-104","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-philosophie-klassisch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=104"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/104\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}