{"id":1041,"date":"2012-01-16T11:26:50","date_gmt":"2012-01-16T11:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=1041"},"modified":"2018-11-18T10:50:14","modified_gmt":"2018-11-18T10:50:14","slug":"fahigkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=1041","title":{"rendered":"F\u00e4higkeiten"},"content":{"rendered":"<p>Von Heinrich Heine stammt die Strophe:<\/p>\n<blockquote><p>Es ist eine alte Geschichte,<br \/>\nDoch bleibt sie immer neu;<br \/>\nUnd wem sie just passieret,<br \/>\nDem bricht das Herz entzwei.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das betrifft eine nicht erh\u00f6rte Liebe, aber die Beschreibung passt auch darauf, wie sich Philosophen von Computerwissenschaftern versto\u00dfen f\u00fchlen. Andreas Dengel zeigt der Weisheitslehre <a href=\"http:\/\/www.nexxor.de\/lehrbuch-semantische-technologien-erschienen\/\">die kalte Schulter<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/klk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1042 aligncenter\" title=\"klk\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/klk.jpg\" alt=\"\" width=\"507\" height=\"378\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>W\u00e4hrend Menschen in geschriebener oder gesprochener Information selbstst\u00e4ndig die Bedeutung erkennen, fehlt Computern diese F\u00e4higkeit. Damit Computer dies trotzdem k\u00f6nnen, gibt es zwei Optionen: Entweder man versucht den Text oder die gesprochene Sprache mit Hilfe von Technologien der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) zu analysieren, um die bedeutungstragenden W\u00f6rter zu finden, oder man erg\u00e4nzt die Information mit Hilfe beschreibender Attribute, wie wir das aus dem Bibliotheksumfeld bereits seit Jahrhunderten kennen. Die extrahierten bedeutungstragenden oder zus\u00e4tzlich deskribierenden W\u00f6rter nennt man Metadaten.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>K\u00f6nnen<\/em> ein Stein oder ein Eisenst\u00fcck &#8220;der Schwerkraft gehorchen&#8221;? Ein Tier hat sicherlich die F\u00e4higkeit, sich im Raum zu orientieren. Es gibt verschiedene Anspr\u00fcche, die man an den Gebrauch des Wortes &#8220;F\u00e4higkeit&#8221; stellen kann. Selbst\u00e4ndig Bedeutungen erkennen ist eine <em>F\u00e4higkeit<\/em>,  die zu beurteilen wiederum an der <em>Bedeutung<\/em> von &#8220;selbst\u00e4ndig&#8221; und &#8220;Bedeutung&#8221; h\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Hier ist viel Platz zur Diskussion und f\u00fcr verschiedene Schwerpunktsetzungen. Aber was Dengel vorschl\u00e4gt ist ein Witz. Um Computern die Bedeutung eines Ausdrucks zu lehren, welche sie nicht selbst\u00e4ndig erfassen k\u00f6nnen, schreibt man weitere Ausdr\u00fccke dazu (und hebt diese syntaktisch vom ersten Typ der Worte ab). Damit ist das Problem gel\u00f6st: &#8221; Damit Computer dies trotzdem k\u00f6nnen &#8230;&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Heinrich Heine stammt die Strophe: Es ist eine alte Geschichte, Doch bleibt sie immer neu; Und wem sie just passieret, Dem bricht das Herz entzwei. Das betrifft eine nicht erh\u00f6rte Liebe, aber die Beschreibung passt auch darauf, wie sich Philosophen von Computerwissenschaftern versto\u00dfen f\u00fchlen. 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