{"id":1172,"date":"2012-12-10T09:57:23","date_gmt":"2012-12-10T09:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=1172"},"modified":"2018-11-18T09:57:07","modified_gmt":"2018-11-18T09:57:07","slug":"better-to-die-ten-years-from-now","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=1172","title":{"rendered":"&#8220;better to die ten years from now&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>In der aktuellen Ausgabe des <a href=\"http:\/\/newleftreview.org\/\">New Left Review<\/a> findet sich ein Gespr\u00e4ch mit Richard Duncan, dem Autor zweier B\u00fccher \u00fcber die Dollarkrise, Globalisierung und Schuldenfalle.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/mDoovaqsScY\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Er skizziert drei M\u00f6glichkeiten, mit der auf Dauer unhaltbaren Praxis umzugehen, stagnierende Volkswirtschaften durch massive Staatsverschuldung anzukurbeln. Die erste Option ist ein drastischer Sparkurs. Er w\u00fcrde direkt in eine globale Rezession f\u00fchren. Die dritte M\u00f6glichkeit, die Duncan empfiehlt, sind weitreichende Programme zur F\u00f6rderung der Infrastruktur und Produktivit\u00e4t, speziell in den Sektoren Energiewirtschaft und Pharmakologie. Dazwischen liegt das folgende Szenario (Duncan spricht von der US-Regierung):<\/p>\n<blockquote><p>They can carry on doing this for another five years with very little difficulty, and maybe even for ten years. The US government debt is only 100 per cent of GDP, so they could carry on for another five years and still not hit 150 per cent. But though it\u2019s not clear how high it can go, it can\u2019t go on forever. Sooner or later \u2014 say, ten or fifteen years from now \u2014 the us government will be just as bankrupt as Greece, and the American economy will collapse into a new Great Depression. So, that\u2019s option two. It\u2019s better than option one, because it\u2019s better to die ten years from now than to die now; but it\u2019s not ideal. <\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Beschreibung trifft die gegenw\u00e4rtige Lage. Wir finden uns eingeklemmt zwischen<\/p>\n<ul>\n<li>der &#8220;revolution\u00e4ren&#8221; Forderung, die bisherige Wirtschaftpolitik zugunsten drastischer fiskaler Einsparungen aufzugeben<\/li>\n<li>der optimistischen Zukunftsperspektive, die Weltwirtschaft w\u00e4re durch Investitionen zu retten, die nicht dem herrschenden Bankwesen, sondern der Erschlie\u00dfung neuartiger Ressourcen dienen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der einen Seite der augenblickliche Kollaps, auf der anderen der k\u00fcnftige Erfolg, dazwischen: &#8220;Wir sind noch einmal davongekommen.&#8221; Und nochmals, und nochmals. Aber irgendwann ist Schluss.<\/p>\n<p>Eigenartiger Weise ist das auch eine Beschreibung, wie jedes menschliche Leben abl\u00e4uft &#8212; und endet. Wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, dass in Europa vor 70 Jahren Millionen Menschen get\u00f6tet worden sind, stellt sich die Frage, ob der gepriesene Friede nach dem 2. Weltkrieg nicht abermals auf ein Massensterben hinausl\u00e4uft.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der aktuellen Ausgabe des New Left Review findet sich ein Gespr\u00e4ch mit Richard Duncan, dem Autor zweier B\u00fccher \u00fcber die Dollarkrise, Globalisierung und Schuldenfalle. Er skizziert drei M\u00f6glichkeiten, mit der auf Dauer unhaltbaren Praxis umzugehen, stagnierende Volkswirtschaften durch massive Staatsverschuldung anzukurbeln. Die erste Option ist ein drastischer Sparkurs. Er w\u00fcrde direkt in eine globale<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=1172\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[58,134],"class_list":["post-1172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-philosophie-klassisch","tag-das-bose","tag-okonomie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1172"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2252,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1172\/revisions\/2252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}