{"id":1177,"date":"2013-01-07T10:03:06","date_gmt":"2013-01-07T10:03:06","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=1177"},"modified":"2018-11-18T09:56:50","modified_gmt":"2018-11-18T09:56:50","slug":"in-alten-fahrwassern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=1177","title":{"rendered":"&#8220;in alten Fahrwassern&#8221;"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/IMG_0306.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1180 alignright\" alt=\"IMG_0306\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/IMG_0306.jpg\" width=\"423\" height=\"318\" \/><\/a><\/p>\n<p>Andreas Kirchner schreibt im vorigen Beitrag \u00fcber die Geschichtspflege in der Philosophie. Zeitgleich ist die letzte Ausgabe von <a href=\"http:\/\/www.information-philosophie.de\/?\">Information Philosophie<\/a> erschienen, in der Konrad Liessmann den Hauptessay beisteuert. Die &#8220;Information Philosophie&#8221; ist (sympathischer Weise) so unzeitgem\u00e4\u00df, dass sie (im Moment) noch nicht einmal das Inhaltsverzeichnis am Netz hat. Der Titel des Aufsatzes sei verraten: &#8220;Vom Nutzen und Nachteil des Denkens f\u00fcr das Leben&#8221;. Und er beginnt, wie zu erwarten, mit Nietzsche und der Unzeitgem\u00e4\u00dfheit der Philosophie.<\/p>\n<p>Ich verrate auch die Pointe des Essays. Die Philosophie m\u00f6ge sich darauf besinnen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; dass eine ihrer wesentlichen Aufgaben nicht darin besteht, die Menschen gl\u00fccklich zu machen oder mit Sinn auszustatten, sondern sie &#8211; wenigstens hin und wieder &#8211; zu betr\u00fcben.&#8221;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine bemerkenswert klarsichtige Beschreibung der Rolle der Philosophie im Feuilleton. Dazu ein Aufwand von Nietzsche zu Goethe zu Epiktet zu Vico zu Hegel zu Dilthey zu Hugo von Hofmannsthal. Eine vielgestaltige Schlauchverbindung. Andreas: &#8220;Alte Schl\u00e4uche k\u00f6nnen brechen \u2013 beim neuen Wein. Es ist keine Notwendigkeit, dass das \u00dcberlieferte Entscheidungen in der aktuellen Lage vorwegnimmt.&#8221;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Koinzidenz hat mich an fr\u00fchere Zeiten erinnert, als ich unter heftigen Druck des Wiener Vergangenheitsbewusstseins als Postdoc Proseminare zu halten hatte. Aus diesem Anlass habe ich ein Expos\u00e9 ausgegraben, das &#8211; bei aller Naivit\u00e4t &#8211; eine kleine Protestkundgebung gegen die Gedankenrevue darstellt: <a href=\"http:\/\/philo.at:8082\/texte\/seminaria\/1.district\">Philosophie im 1. Wiener Gemeindebezirk<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>\n&#8230; denn die Form, in der sich Wissen vom Menschen bilden kann, ist die Repr\u00e4sentation des Vergangenen. (K. Liessmann paraphrasiert Giovanni Battista Vico)\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\nDiese philosophische Grundeinstellung m\u00f6chte ich dem Selbstbewusstsein eines Antiquit\u00e4tenhandlers in der Nostalgiewelle vergleichen. Er hat eine fundierte Ausbildung in einem Spezialbereich, dem gerade das allgemeine Interesse gilt. Hermeneutik ist Umgang und Handel mit Altwaren, der au\u00dfer seiner allgemeinen Ehrbarkeit durch ein gegenw\u00e4rtiges Bed\u00fcrfnis nach Geschichte besondere Berechtigung gewinnt. (h.h.)\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Andreas Kirchner schreibt im vorigen Beitrag \u00fcber die Geschichtspflege in der Philosophie. Zeitgleich ist die letzte Ausgabe von Information Philosophie erschienen, in der Konrad Liessmann den Hauptessay beisteuert. Die &#8220;Information Philosophie&#8221; ist (sympathischer Weise) so unzeitgem\u00e4\u00df, dass sie (im Moment) noch nicht einmal das Inhaltsverzeichnis am Netz hat. 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