{"id":1201,"date":"2013-02-14T09:50:04","date_gmt":"2013-02-14T09:50:04","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=1201"},"modified":"2018-11-18T09:56:31","modified_gmt":"2018-11-18T09:56:31","slug":"max-biundo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=1201","title":{"rendered":"Max Biundo"},"content":{"rendered":"<p>In einem Projektseminar des vergangenen Semesters ging es um philosophische Podcasts. An Ende sollten die Studierenden selbst welche produzieren. Eine dabei vorgeschlagene Tonspur enthielt eine Reihe von Fragen an die Philosophie. Ich versah sie mit einem Videogewand:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[jwplayer mediaid=&#8221;1202&#8243;]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Herkunft der Bestandteile dieser Collage ist auf <a href=\"http:\/\/podcasts.philo.at\/?p=89\">Podcasts Philosophie Wien<\/a> dokumentiert. Sie stellt einen Zusammenhang zwischen den ma\u00dflosen Fragen des Studierenden und der unermesslichen Sehnsucht her, Antworten auf sie zu erhalten. Die Richtung ist: fr\u00fcher war es sch\u00f6n. Daf\u00fcr steht Freddy Quinns &#8220;Heimweh&#8221;. Beim Suchen stie\u00df ich auf <a href=\"http:\/\/www.max-biundo.de\/\">Max Biundo<\/a>. Ein kurzer Text l\u00e4\u00dft <a href=\"http:\/\/www.udo-lindenberg-stiftung.de\/max-biundo.136327.d_uls_kp_worte.htm\">prek\u00e4re Verh\u00e4ltnisse<\/a> erkennen. Die Aufnahme vom M\u00e4rz 2010 ist von sanfter Gewalt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/vG7D9rl4RpE\" height=\"315\" width=\"420\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der Auftritt erinnert mich an einen Artikel von Keri Walsh: <a href=\"http:\/\/www.jstor.org\/stable\/10.1086\/656471\">Why Does Mickey Rourke Give Pleasure?<\/a> <\/p>\n<blockquote><p>The compulsion to watch him, it seemed, came from this casual throwing away of the self. In <em>A Prayer for the Dying<\/em> (dir. Mike Hodges, 1987), his character, an ex-IRA agent, has been tracked down by his former partner (Liam Neeson), now commissioned to kill him. Rourke stands calmly, waiting to be shot: \u201cIt&#8217;s OK,\u201d he tells Neeson&#8217;s character, with the gentlest consideration for his executioner. It was hard to tell on such occasions where empathy ended and a death wish began. His disappearances created moments of consummation with other actors and with the audience that seemed to know no bounds. This permeable selfhood suggested a resistance to identity that made everything he did intimate and generous.<\/p><\/blockquote>\n<p>Max Biundo singt sich, wie man auf Youtube beobachten kann, durch den gesamten Liederkranz der Wanderv\u00f6gel, der regionalen Radiosender und des Musikantenstadels. Das sind einfache, r\u00fchrende Songs, wie die kleinen quadratischen Malzpl\u00e4tzchen (&#8220;Stollwerck&#8221;) aus der Kindheit. Aber Biundo agiert wie ein au\u00dferirdisches Wesen. Um nochmals auf einen Film zu verweisen, wie der Engel aus Pier Pasolinis <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Teorema_%E2%80%93_Geometrie_der_Liebe\">Teorema<\/a>. Der bewirkt, dass die Mitglieder einer Mail\u00e4nder Industriellenfamilie der Reihe nach vor dem jungen Mann &#8220;dahinschmelzen&#8221;. Nur ist mittlerweile nicht mehr 1968 und Biundo singt f\u00fcr heute.<\/p>\n<p>Nichts k\u00f6nnen wir von den nostalgischen Anwandlungen erwarten; und zugleich steht alles mit ihnen auf dem Spiel. Vom ersten Ton an wird eine Weihnachten-war-einmal-Stimmung erzeugt, die einen schmerzlichen Kompetenzverlust statt straffer Selbstorganisation der Gef\u00fchle androht (und verhei\u00dft). Den Auftritt kann ich nur transluzent nennen. Durch das gesammelte Wissen von Betrug und T\u00e4uschung mittels <a href=\"http:\/\/hrachovec.philo.at\/klischee.html\">Klischees<\/a> hindurch strahlt eine Unverfrorenheit welche, noch ein starkes Wort, mesmerisiert. Es ist eine Szene, in der das Kind ganz einfach die Komplexit\u00e4t des Erwachsenen soweit kompliziert, dass sie unhaltbar wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/T1NSbj8PjW4\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Projektseminar des vergangenen Semesters ging es um philosophische Podcasts. An Ende sollten die Studierenden selbst welche produzieren. Eine dabei vorgeschlagene Tonspur enthielt eine Reihe von Fragen an die Philosophie. Ich versah sie mit einem Videogewand: &nbsp; [jwplayer mediaid=&#8221;1202&#8243;] &nbsp; Die Herkunft der Bestandteile dieser Collage ist auf Podcasts Philosophie Wien dokumentiert. 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