{"id":1348,"date":"2014-01-21T01:30:59","date_gmt":"2014-01-21T01:30:59","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=1348"},"modified":"2018-11-15T16:41:30","modified_gmt":"2018-11-15T16:41:30","slug":"genug-zerstort-kann-miley-cyrus-israel-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=1348","title":{"rendered":"Genug zerst\u00f6rt: Kann Miley Cyrus Israel retten?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>\u00a0\u00a0 &#8220;Wrecking Ball&#8221; seemed like the obvious choice because the Middle East is saturated with destruction.<br \/>\n&#8211; <a href=\"http:\/\/www.algemeiner.com\/2014\/01\/14\/settler-miley-cyrus-performs-gaza-wrecking-ball-sequel-to-jews-cant-stop-video\/\">Orit Arfa<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=1343\">Herbert Hrachovec macht<\/a> im letzten Beitrag die Grenzenlosigkeit der Kugel im Wrecking Ball Video stark. Eine Kugel, besetzt von einer jungen Frau. Dieses Motiv sei die einzige Komponente, die von allen Nachahmungen wieder aufgenommen wird. Ich kenne kein Wrecking Ball Video ohne die schwingende Kugel, das stimmt. Nur ich sehe eine <em>Abriss<\/em>kugel, auf der eine attraktive, junge Frau schwingt wie auf einer Schaukel. Eine massive Kugel, abgeschlossen und opak, die sich im Verlauf gegen ihre Besitzerin richtet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Abrisskugel.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1349 alignleft\" alt=\"Abrisskugel\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Abrisskugel-300x238.png\" width=\"145\" height=\"115\" \/><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/myci.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1344 alignleft\" alt=\"myci\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/myci-300x168.png\" width=\"200\" height=\"112\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Folgende zeigt einen Vorschlaghammer mit dem Miley Cyrus von Herrn Richardson abgelichtet wird. Das Ablecken des Hammers liegt an der Grenze zwischen erotischer Sprengkraft und L\u00e4cherlichkeit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Vorschlaghammer.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1350 alignleft\" alt=\"Vorschlaghammer\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Vorschlaghammer-300x161.png\" width=\"300\" height=\"161\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Vorschlaghammer2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-1351\" alt=\"Vorschlaghammer2\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Vorschlaghammer2-300x160.png\" width=\"300\" height=\"160\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Chatroulette-Parodie von Kardynal stellt die L\u00e4cherlichkeit zur Schau:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/VorschlaghammerDerivat.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1352\" alt=\"VorschlaghammerDerivat\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/VorschlaghammerDerivat-300x231.png\" width=\"300\" height=\"231\" \/><\/a><\/p>\n<p>Andere Nachahmungen nutzen den Effekt f\u00fcr politische Zwecke, wie The Daily Show, um satirisch zu sagen: &#8220;Darauf reagiert ihr also? Nagut, dann Packen wir unsere journalistischen Resultate in diese Form&#8221;. Das erste Bild ahmt die Vorschlaghammer-Szene vom Miley Cyrus Video nach:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/BlackstoneVorschlaghammer.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1353\" alt=\"BlackstoneVorschlaghammer\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/BlackstoneVorschlaghammer-300x142.png\" width=\"300\" height=\"142\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>All Out! (Evakuierung)<\/strong><\/p>\n<p>Brisanter, politischer und in diesem Blog noch nicht vorgekommen ist das am 13.01. ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0XfTUgDbv_Q\">Wrecking Ball-Video von Orit Arfa<\/a>, das die Zwangsevakuierung von etwa 9000 Juden durch den israelischen Staat in <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Gush_Katif#Evacuation\">Gush Katif <\/a>beim Gaza Streifen beklagt. Im Anschluss an die Evakuierungen wurden die Wohnungen zerst\u00f6rt bzw. abgebaut und das Gebiet im Prinzip den Pal\u00e4stinensern \u00fcberlassen, was die Friedensprozesse jedoch nicht weiterbrachte.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Miley Cyrus - Gaza Wrecking Ball\" width=\"780\" height=\"439\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/0XfTUgDbv_Q?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Das Video spielt auf einer Baustelle. Diesmal ist &#8211; neu &#8211; eine Schaufel im Spiel:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/OritArfaSchaufel.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1354\" alt=\"OritArfaSchaufel\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/OritArfaSchaufel-300x167.png\" width=\"300\" height=\"167\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/OritArfaAbrisskugel.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1355\" alt=\"OritArfaAbrisskugel\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/OritArfaAbrisskugel-300x170.png\" width=\"300\" height=\"170\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/OritArfaVorschlaghammer2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1356\" alt=\"OritArfaVorschlaghammer2\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/OritArfaVorschlaghammer2-300x168.png\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>No Way In (Ansturm)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>In &#8220;Kabale und Liebe&#8221; sind es die Mauern des Schlosses, die von einer Liebenden aus der &#8220;Unterschicht&#8221; gest\u00fcrmt werden und wo man sich zu drastischen Gegenma\u00dfnahmen fehlleiten l\u00e4sst. Bei Simon Solbergs Theaterst\u00fcck sind es die Tr\u00fcmmer einer Welt aus Zeichen und Zitaten, aus &#8220;grellen Bildern und geschmacklosen Querverweisen&#8221; die das Trauerspiel in den Schatten stellen. <a href=\"http:\/\/www.nachtkritik.de\/index.php?option=com_content&amp;id=8948:kabale-und-liebe--simon-solberg-nutzt-schillers-buergerliches-trauerspiel-in-koeln-zum-ideen-zapping&amp;Itemid=40\"><sup>1<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Inwieweit soll man das Vorgefundene zerlegen und die Elemente weiterverarbeiten, in einer Zeit wo der Autor nichts Wichtigeres dazu zu sagen hat als die Rezipientinnen? &#8220;Es gibt die Freiheit der Kunst auch f\u00fcr K\u00fcnstler 2&#8221;, sagt <a href=\"http:\/\/www.paraflows.at\/index.php?id=428\">Siegfried Pflegerl bei seinem Vortrag<\/a> im Symposium &#8220;Open Culture&#8221; und meint mit K\u00fcnstler 2 die Herstellerinnen von Derivaten, Kollagen, und anderen bezugnehmenden Kunstwerken.<\/p>\n<p><strong>No Way Out (Labyrinth)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/meantToBeSeen.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-1360\" alt=\"meantToBeSeen\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/meantToBeSeen-1024x551.png\" width=\"438\" height=\"235\" \/><\/a><br \/>\nGestern sah ich <a href=\"http:\/\/www.imdb.com\/title\/tt2085910\/?ref_=fn_al_tt_1\">Room 237<\/a>, ein Film der es unternimmt, versteckte Bedeutungen in Stanley Kubricks &#8220;The Shining&#8221; auszuweisen, durch eine peinlich (genaue) Verbindung von Einzelheiten. &#8220;The Shining&#8221; sei, so wird episodenweise zu erkl\u00e4ren versucht, kein Horrorfilm, sondern eine Verarbeitung des Holocaust, oder des Genozids der Indianer durch die europ\u00e4ischen Zuwanderer, oder Kubricks Gest\u00e4ndnis, er h\u00e4tte die Mondlandung inszeniert, oder eine Metapher f\u00fcr die Tendenz der Geschichte sich zu wiederholen, wenn man sie zu leicht nimmt. Die Zerlegung und Weiterentwicklung von Elementen ist manchmal absurd, vor allem wenn man die eigenen Intentionen Stanley Kubrick zuschreibt. Doch manchmal gibt es inspirierende und treffende Hinweise, die zumindest die Besch\u00e4ftigung f\u00f6rdern und den Blick sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Ein geschlossenes Werk hei\u00dft uns willkommen und l\u00e4sst uns nicht mehr los, sobald wir uns eingelassen haben. &#8220;Many ways in, but no way out.&#8221; hei\u00dft darum der Untertitel dieses Meta-Films. Uns zieht ein Werk gerade dann an, wenn es einen \u00dcberschuss generiert, der sich nicht leicht in <em>eine<\/em> konsistente Deutung bringen l\u00e4sst, obwohl nichts <em>dahinter<\/em> ist.<\/p>\n<p><strong>Das Eine im Anderen (Karneval)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>So wie Stanley Kubrick hat Hieronymus Bosch im 15. Jahrhundert Werke geschaffen, in denen man sich verlaufen kann. Er h\u00e4tte sich vermutlich \u00fcber die angestrengten Exegeseversuche schillernder Werke am\u00fcsiert, so verschieden &#8220;The Shining&#8221; und &#8220;Der Garten der L\u00fcste&#8221; auch sind.<\/p>\n<p>Auf der Au\u00dfenseite des letztgenannten, dreigliedrigen Werks befindet sich eine <em>transparente<\/em> Kugel:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Hieronymus_Bosch_-_Triptych_of_Garden_of_Earthly_Delights_outer_wings_-_WGA2506.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-1358\" alt=\"Hieronymus_Bosch_-_Triptych_of_Garden_of_Earthly_Delights_(outer_wings)_-_WGA2506\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Hieronymus_Bosch_-_Triptych_of_Garden_of_Earthly_Delights_outer_wings_-_WGA2506.jpg\" width=\"608\" height=\"663\" \/><\/a><br \/>\nDas bunte Treiben in dieser Kugel wird sichtbar, wenn man den Dreiteiler aufklappt, sozusagen einbricht:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/GardenED.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-1357\" alt=\"GardenED\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/GardenED-1024x541.jpg\" width=\"666\" height=\"351\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Bosch_Hieronymus_-_The_Garden_of_Earthly_Delights_center_panel_-_Detail_Man_with_a_plum_as_head_lower_right.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1376 aligncenter\" alt=\"Bosch,_Hieronymus_-_The_Garden_of_Earthly_Delights,_center_panel_-_Detail_Man_with_a_plum_as_head_(lower_right)\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Bosch_Hieronymus_-_The_Garden_of_Earthly_Delights_center_panel_-_Detail_Man_with_a_plum_as_head_lower_right-300x183.jpg\" width=\"300\" height=\"183\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Michel de Certeau hat dazu in &#8220;Mystische Fabel. 16. bis 17. Jahrhundert&#8221; geschrieben:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn man auch bei Boschs Gem\u00e4lde nicht erkl\u00e4ren kann, &#8220;was es sagen will&#8221; (und zwar aus dem Grund, dass es genau diesen Anspruch attackiert, der dennoch immer wieder auftaucht), kann man doch analysieren, wie, nach welchen Regeln es produziert wird. [&#8230;] Erstes Verfahren: Die Form (im Allgemeinen der Kreis oder die Kugel) <em>\u00f6ffnet sich<\/em> mittels einer Transparenz, eines Sprungs oder eines Lochs <em>auf ihr anderes hin<\/em>. Schon die Grisaille auf den geschlossenen Fl\u00fcgeln des Triptychons deutet diese Bewegung an: In der Nacht der Zeit wird der transparente Globus des Kosmos [&#8230;] senkrecht durch den schmalen Raum zwischen jenen beiden Fl\u00fcgeln geteilt, die sich selbst und den Kosmos gleich auf die farbige und tanzende \u00dcberf\u00fclle des Gartens \u00f6ffnen werden. Der unbewegliche, tragische Kreis des Anfangs spaltet sich, um dem Karneval der L\u00fcste, der sich auf den drei Ebenen der Mitteltafel entfaltet, &#8220;Raum und Anlass zu geben&#8221;. Das Drau\u00dfen ist das andere des Drinnen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Drinnen wie Drau\u00dfen (Mega-<em>Hit<\/em>)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bosch visualisiert die Vorstellung, dass sich die graue Welt nach dem Einbruch in vielen Farben darbietet. Das Wrecking Ball Video bleibt recht monochrom (abgesehen von den stechend roten Lippen). Es gibt eine Bewegung nach au\u00dfen und nach innen gerichtet, von einer Person inszeniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Anklage1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1368\" alt=\"Anklage1\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Anklage1.png\" width=\"263\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Anklage2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1367\" alt=\"Anklage2\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Anklage2.png\" width=\"266\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Anklage4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1365\" alt=\"Anklage4\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Anklage4-300x168.png\" width=\"268\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">(<a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Anklage.gif\">Animation<\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Kugel als Waffe und Schicksal. Der Globus ist im Video zun\u00e4chst ein Mittel, dem man sich zum Zweck des Einbruchs bedient. Das &#8220;erotische Kapital&#8221; wird eingesetzt, k\u00f6nnte man sagen. Nachdem die Kugel, die traditionell zur \u00d6ffnung vorgesehen ist, als Werkzeug verwendet wird, stellt sich aber die Frage, wohin anders eingebrochen werden kann. Kein anderer in Sicht. Oder: Ich bin der andere, Einbrecher und Gastgeber. Die Zuschauer sehen zu, wie ein K\u00f6rper sich gegen sich selbst richtet:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/RuinA.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1373 alignleft\" alt=\"RuinA\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/RuinA.png\" width=\"264\" height=\"144\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/RuinB.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1372 alignleft\" alt=\"RuinB\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/RuinB.png\" width=\"247\" height=\"144\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/RuinC.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1371 alignleft\" alt=\"RuinC\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/RuinC.png\" width=\"262\" height=\"144\" \/><\/a>(<a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Ruin.gif\">Animation<\/a>)<\/p>\n<p>Man ist sich selbst die Klagemauer?<\/p>\n<p><strong>Beschwichtigung und Aggression<\/strong><\/p>\n<p>Apropos Klagemauer, nochmal zu <a href=\"http:\/\/oritarfa.net\/about\/\">Orit Arfa<\/a>: Die in den USA geborene, in Israel lebende und mit der j\u00fcdischen Tradition verbundene Journalistin\/K\u00fcnstlerin dividiert die Rollen in den Lyrics auseinander (lokale Bev\u00f6lkerung und Staat Israel), verteilt sie auf die Szene \u00fcber die sie ein Buch geschrieben hat, aber beh\u00e4lt die Gesten und den Sex Appeal des Originalvideos. Die erste Person Singular differenziert sich in erste Person Plural und zweite Person Plural aus. &#8220;THEY came in like a wrecking ball.&#8221; Nicht ICH bin (bei mir) eingebrochen. IHR (Ariel Sharon &amp; Co.) habt UNS fortgeschafft und unser zu Hause zerst\u00f6rt. Und ihr m\u00fcsst zugeben: Es hat keine der &#8216;beiden Seiten&#8217; weitergebracht. Aus einem Interview: &#8220;While billed as an act of peace, the operation has caused untold devastation to both Jews and Arabs alike. Ultimately, it was a strategic retreat, an act of appeasement of Palestinian terror and an act of aggression against innocent Jews.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Ruin1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1364 alignleft\" alt=\"Ruin1\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Ruin1-300x166.png\" width=\"178\" height=\"98\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Ruin2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1363 alignleft\" alt=\"Ruin2\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Ruin2-300x167.png\" width=\"178\" height=\"98\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Ruin3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1362 alignleft\" alt=\"Ruin3\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Ruin3-300x165.png\" width=\"179\" height=\"98\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8220;Wer bin ich? Und wenn ja: wieviele?&#8221; hei\u00dft der Nebentitel dieses Blogs. Der kommt mir gerade recht. Orit Arfa klagt nicht die Araber an, sondern den Staat Israel. Sie verwandelt sich vor unseren Augen in eine andere, eine Araberin, wenn sie mit Kopftuch auf der Abrisskugel schaukelt. Mit der Frage der Ko-Existenz setzt sie sich schon eine Weile journalistisch auseinander. In einem ihrer Artikel im Jewish Journal kommt zun\u00e4chst eine j\u00fcdische Sch\u00fclerin einer zweisprachigen Schule in Jerusalem zu Wort, und dann der Arabische Co-Direktor der Schule:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;I thought Areen was a Jew when we first met,&#8221; said Yael who has long, dirty-blond hair and a pink paper clip dangling from her earring. &#8220;After a few days, she told me she was an Arab, and after that it didn&#8217;t matter.&#8221;<\/p>\n<p>Both are proud for breaking stereotypes of the &#8220;other&#8221;.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;It&#8217;s very important among us that we don&#8217;t have to agree,&#8221; he [Ala Khatib, the arab co-principal of the school] continued. &#8220;You can disagree, but the question is how to stay together even when the differences are very difficult and sensitive.&#8221;<a href=\"http:\/\/www.jewishjournal.com\/israel_at_60\/page2\/debra_winger_explores_jewisharab_day_schools_20080425\"><sup>2<\/sup><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Orit Arfas Wrecking Ball Parodie &#8211; bis jetzt noch die fruchtbarste Neuerfindung des Wrecking Ball Videos.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a0 &#8220;Wrecking Ball&#8221; seemed like the obvious choice because the Middle East is saturated with destruction. &#8211; Orit Arfa Herbert Hrachovec macht im letzten Beitrag die Grenzenlosigkeit der Kugel im Wrecking Ball Video stark. 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