{"id":1490,"date":"2014-11-19T11:09:38","date_gmt":"2014-11-19T11:09:38","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=1490"},"modified":"2018-11-15T16:36:21","modified_gmt":"2018-11-15T16:36:21","slug":"die-alten-e-mail-listen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=1490","title":{"rendered":"Die alten e-Mail Listen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/epoche2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1492\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/epoche2-300x145.png\" alt=\"epoche2\" width=\"400\" height=\"195\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Beitrag auf einer Mailing Liste<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Liebe alle,<\/p>\n<p>vorerst moechte ich mich oeffentlich darueber freuen, dass die &#8220;Epoche&#8221; wiederum eine Traegerfunktion fuer eine ganz wichtige universitaetspolitische Diskussion uebernehmen konnte. Wenn zumindest der kritische Teil der Kollegenschaft &#8230; mit Hilfe eines engagierten Kommunikationskanals unzensuriert ueber die Empoerungen der Basis informiert wird, bleibt dies ein ganz wertvoller Bestandteil unserer inneruniversitaeren Kommunikation.<\/p><\/blockquote>\n<p>2003, mit dem Inkrafttreten des Universit\u00e4tsgesetzen 2002, schien es mir n\u00f6tig, ein \u00f6ffentliches Forum zur Diskussion und Kritik seiner Auswirkungen zu schaffen. Die Web-Anzeige des Personalstands an der Uni Wien hatte einen Bug, durch den man mit einem geeigneten Suchbegriff in einem Durchgang s\u00e4mtliche Mail-Adressen der Besch\u00e4ftigten abfragen konnte. Ich machte daraus eine Massenaussendung an ca. 3500 Personen &#8211; mit etwas Bauchweh. Aber die Initiative erf\u00fcllte ihren Zweck und sie besteht noch immer.<\/p>\n<p>Heute w\u00fcrde man eine Fascebook-Gruppe gr\u00fcnden und &#8220;Freundinnen&#8221; sammeln. Hier eine kleine Aufstellung der auff\u00e4lligsten Unterschiede:<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Die Mailing Liste l\u00e4uft auf einem von mir verwalteten Server. Facebook auf den Maschinen und unter Kontrolle eines Gro\u00dfunternehmens, mit B\u00f6rsenstrategie. <\/li>\n<li>Mailing Listen sind themenorientiert, Facebook legt den Fokus auf Personen. Man registriert sich im Portal, nicht zu einer Sache.<\/li>\n<li>Darum geben Listen in der Regel <em>ein<\/em> Ziel vor, w\u00e4hrend in Facebook zahlreiche Initiativen und Impulse zusammengefasst werden.<\/li>\n<li>Facebook bietet ein Buffet, Mailing Listen einen Hauptgang<\/li>\n<li>In Facebook gibt es keine Mailkaskaden und keine Flauten, es ist immer etwas los.<\/li>\n<li>Nat\u00fcrlich besteht ein ausgepr\u00e4gter Kontrast zwischen ausschlie\u00dflich textuellen und multimedialen Beitr\u00e4gen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das sind Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum man sich \u00fcber Abl\u00e4ufe in Mailing Listen freuen (und \u00e4rgern) kann, wie das Anfangszitat zeigt. Auf meiner Startseite in Facebook finden sich derzeit Eintr\u00e4ge zu Vollst\u00e4ndigkeitsbeweisen, Herbstspazierg\u00e4ngen, K\u00fcchenrezepten und viele unbedeutende Fotos eines Workshops. Das ist als internationaler Kuriosit\u00e4tenflohmarkt bisweilen interessant und unterhaltsam. <a href=\"http:\/\/sammelpunkt.philo.at:8080\/2199\/\">Auch ist bekannt<\/a>, dass es Nachrichtensperren durchbricht, welche autorit\u00e4re Regime verh\u00e4ngen. Aber als politisches Instrument ist es <a href=\"http:\/\/sammelpunkt.philo.at:8080\/2127\/\">eine zweifelhafte Wahl<\/a>.   <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag auf einer Mailing Liste &nbsp; Liebe alle, vorerst moechte ich mich oeffentlich darueber freuen, dass die &#8220;Epoche&#8221; wiederum eine Traegerfunktion fuer eine ganz wichtige universitaetspolitische Diskussion uebernehmen konnte. 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