{"id":204,"date":"2006-06-27T13:07:31","date_gmt":"2006-06-27T11:07:31","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/wordpress\/?p=204"},"modified":"2006-06-27T13:07:31","modified_gmt":"2006-06-27T11:07:31","slug":"unbewuxdfte-zahnschmerzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=204","title":{"rendered":"unbewu\u00dfte Zahnschmerzen"},"content":{"rendered":"<p>Hier ein Beleg f\u00fcr die gestrige Behauptung. Wittgensteins &#8220;Diktat f\u00fcr Schlick&#8221; als zukunftsweisender philosophischer Text. Der 2. Absatz:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn man eine F\u00e4higkeit einen Zustand nennt, dann ist sie ein Zustand im Sinn der Physiologie oder der Zustand eines Seelenmodells. Die Aussage, da\u00df dieser Zustand besteht, ist eine Hypothese. Der Gegensatz hierzu ist z.B. der Zustand der Zahnschmerzen. (Angenommen, wir wollten den Ausdruck &#8220;unbewu\u00dfte Zahnschmerzen&#8221; so gebrauchen: ich habe unbewu\u00dfte Zahnschmerzen soll hei\u00dfen: ich habe einen schlechten Zahn, der mich nicht schmerzt. Diese Ausdrucksweise mag f\u00fcr manche Zwecke praktisch sein. Hat man aber damit Zahnschmerzen gleichsam an einem dunklen Ort entdeckt, wo man fr\u00fcher keine vermutet hatte? Wenn man nun zwischen bewu\u00dften und unbewu\u00dften Zahnschmerzen unterscheidet, und beide Zust\u00e4nde nennt, so hat das Wort &#8220;Zustand&#8221; in jedem dieser F\u00e4lle eine andere Grammatik. Vgl.: sichtbare und unsichtbare Farben.)<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier ein Beleg f\u00fcr die gestrige Behauptung. Wittgensteins &#8220;Diktat f\u00fcr Schlick&#8221; als zukunftsweisender philosophischer Text. Der 2. Absatz: Wenn man eine F\u00e4higkeit einen Zustand nennt, dann ist sie ein Zustand im Sinn der Physiologie oder der Zustand eines Seelenmodells. Die Aussage, da\u00df dieser Zustand besteht, ist eine Hypothese. Der Gegensatz hierzu ist z.B. der Zustand<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=204\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[155,206],"class_list":["post-204","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-philosophie-klassisch","tag-schreiben","tag-wittgenstein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/204","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=204"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/204\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=204"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=204"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=204"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}