{"id":22,"date":"2003-12-20T18:23:43","date_gmt":"2003-12-20T16:23:43","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/wordpress\/?p=22"},"modified":"2003-12-20T18:23:43","modified_gmt":"2003-12-20T16:23:43","slug":"der-rektor-im-gesprxe4ch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=22","title":{"rendered":"Der Rektor im Gespr\u00e4ch"},"content":{"rendered":"<p>Gestern besuchte Rektor Winckler das Institut f\u00fcr Philosophie. Der Hauptzweck der Besprechung war die Diskussion \u00fcber eine allf\u00e4llige Fakult\u00e4t f\u00fcr Erziehungswissenschaften und Philosophie. Im einleitenden Statement kam der Rektor aber auch auf die allgemeine Problematik der UG 2002-Umsetzung an der Universit\u00e4t Wien zu sprechen.<\/p>\n<p>Georg Winckler kann eine Sache \u00fcberzeugend darstellen und mit betr\u00e4chtlichem pers\u00f6nlichen Charme vertreten. Die Anwesenden waren sich dar\u00fcber einig, da\u00df er seine Anliegen kollegial und gespr\u00e4chsbereit vorstellte. Auch inhaltlich gab es bemerkenswerte Signale. Winckler r\u00e4umte ein, da\u00df sich im Zeitraum seit September eine riskante Entwicklung abzeichnet. In der Dienststellenversammlung im Fr\u00fchherbst h\u00e4tte er der Universit\u00e4t einen Ruck geben wollen, um den bevorstehenden Ver\u00e4nderungsproze\u00df in Gang zu bringen. Sein Besuch im Institut sei auch als Zeichen daf\u00fcr zu verstehen, da\u00df er die zur\u00fcckhaltenden Reaktionen der Belegschaft ernst nimmt.<\/p>\n<p>Die Umstellung der Organisationsstruktur bringe es mit sich, da\u00df er, und nicht mehr Frau Gehrer, im Mittelpunkt der studentischen Kritik stehe. Mit den neuen Befugnissen k\u00f6nne und m\u00fcsse er aber eine Politik betreiben, die sich nicht an die meist lokalen Interessen der Institute binden l\u00e4\u00dft. Die alte Universit\u00e4t sei ein Verein zur Einreichung von Antr\u00e4gen an eine \u00fcbergeordnete Dienststelle (das Ministerium) gewesen, jetzt ginge es darum, eine eigene strategische Zukunftsplanung zu entwickeln. Die europ\u00e4ische Entwicklung (Winckler bezog sich auf Skandinavien und Gro\u00dfbritannien) geht in die Richtung, da\u00df Staatsmittel zunehmend leistungsabh\u00e4ngig vergeben werden. Die Angeh\u00f6rigen der Universit\u00e4t sind in ihrer Forschung frei, nur m\u00fcssen sie nachweisen, wie sie mit den Ressourcen umgehen.<\/p>\n<p>Die universit\u00e4re Lehre nimmt dem gegen\u00fcber einen geringeren Stellenwert ein. Winckler will vermeiden, da\u00df sich die Universit\u00e4t zu einer Art Volkshochschule verflacht. Wie der Akzent auf Spitzenforschung mit den Studentenzahlen der Universit\u00e4t zusammenpa\u00dft, wurde nicht recht deutlich.<\/p>\n<p>Insgesamt scheint der Rektor einiges nachholen zu wollen, was in letzter Zeit zu kurz gekommen ist. Motivation der Mitarbeiter (m\/w), R\u00fccksprache bei relevanten Punkten, Argumentation statt handverlesener Projektgruppen. Speziell f\u00fcr den Mittelbau gibt es ein interessantes Detail. Bei der Berechnung der Professorenzahl ordnete er die Habilitierten mit dem Hinweis auf \u00e4quivalente Leistungen den Professoren zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern besuchte Rektor Winckler das Institut f\u00fcr Philosophie. Der Hauptzweck der Besprechung war die Diskussion \u00fcber eine allf\u00e4llige Fakult\u00e4t f\u00fcr Erziehungswissenschaften und Philosophie. Im einleitenden Statement kam der Rektor aber auch auf die allgemeine Problematik der UG 2002-Umsetzung an der Universit\u00e4t Wien zu sprechen. 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