{"id":402,"date":"2008-11-12T23:31:44","date_gmt":"2008-11-12T21:31:44","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=402"},"modified":"2008-11-12T23:31:44","modified_gmt":"2008-11-12T21:31:44","slug":"gekreuzigte-informatik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=402","title":{"rendered":"Gekreuzigte Informatik !?"},"content":{"rendered":"<p>Dummerweise werde ich beim Posten von Kommentaren als Spambot qualifiziert (hier wirkt sich die Eigendynamik der virtuellen Welt schon aus). So werde ich nun einen Antwortpost anstelle des Kommentars zu: <a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=399\">&#8220;Heilige, \u00dcbermenschen, Avatare&#8221;<\/a> verfassen.<\/p>\n<p>Die These gegen Ende des Vortrags, dass n\u00e4mlich sowohl Jesus Christus als auch die Maus eine \u00e4hnliche Vermittlerrolle inne haben, bzw. Mitglieder zweier Welten sind, ist provokant und regt zum Nachdenken an:<\/p>\n<p>Dabei ist mir ein Buch von Papst Benedikt 16 (als er als Josef Ratzinger noch Vorlesungen hielt) in die Gedanken getreten: &#8220;Einf\u00fchrung in das Christentum&#8221;, der mir u.A. die Bedeutung des Kreuzes im Christentum etwas klarer gemacht hat. Anbei ein paar Stellen, die mir zum Thema zu passen scheinen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Der Glaube sieht in Jesus den Menschen[&#8230;], in dem Personalisation und Sozialisation sich nicht mehr ausschlie\u00dfen, sondern best\u00e4tigen; jenen Menschen, in dem h\u00f6chste Einheit &#8211; &#8220;Leib Christi&#8221;, sagt Paulus, ja noch sch\u00e4rfer: &#8220;Ihr seid ein einziger in Christus&#8221; (Gal 3,28) &#8211; und h\u00f6chste Individualit\u00e4t eins sind; jenen Menschen, in dem die Menschheit ihre Zukunft ber\u00fchrt und in h\u00f6chstem Ma\u00dfe sie selbst wird, weil sie durch ihn Gott selber ber\u00fchrt, an ihm teilnimmt\u00a0 und so in ihre eigentlichste M\u00f6glichkeit gelangt. Von da aus wird der Glaube in Christus den Beginn einer Bewegung sehen, in der die zerteilte Menschheit immer mehr eingeholt wird in das Sein [&#8230;] eines kommenden Menschen&#8221;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Kommender Mensch &#8211; das findet man auch bei Nietzsche und seiner \u00dcbermensch-Konzeption.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;[D]as Kreuz [&#8230;] als der Vorgang, in dem einer das ist, was er tut, und das tut, was er ist; als Ausdruck f\u00fcr ein Leben, das ganz Sein f\u00fcr die anderen ist.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>&#8220;Wer seine Existenz so ausgestreckt hat, da\u00df er gleichzeitig in Gott eingetaucht ist und eingetaucht in die Tiefe des gottverlassenen Gesch\u00f6pfs, der mu\u00df gleichsam auseinanderrei\u00dfen &#8211; der ist wirklich &#8216;gekreuzigt&#8217;.&#8221;<br \/>\n<strong><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Querverweis:<\/strong><br \/>\nIn meiner (bald fertigen) Seminararbeit (siehe <a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=395\">&#8220;Noncomputable Computations&#8221;<\/a>) komme ich darauf, dass Computer Science per se Mitglied zweier Welten ist. Einerseits gibt es die Welt des idealen, mathematischen, unendlichen. Auf der anderen Seite die endliche Welt der Maschinen und Menschen, die mit Alltagsproblemen fertig werden wollen. Computer Science versucht aus Erkenntnissen der idealen Welt die reale auszurichten, einzuteilen und zu steuern. Andererseits treten praktische Zusammenh\u00e4nge durch geeignete Modellanpassungen in die ideale Welt. Insofern ist Computer Science auch gekreuzigt, wenn ich mir diese Verbindung erlauben darf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dummerweise werde ich beim Posten von Kommentaren als Spambot qualifiziert (hier wirkt sich die Eigendynamik der virtuellen Welt schon aus). So werde ich nun einen Antwortpost anstelle des Kommentars zu: &#8220;Heilige, \u00dcbermenschen, Avatare&#8221; verfassen. Die These gegen Ende des Vortrags, dass n\u00e4mlich sowohl Jesus Christus als auch die Maus eine \u00e4hnliche Vermittlerrolle inne haben, bzw.<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=402\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-402","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ne"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/402","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=402"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/402\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=402"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=402"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=402"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}