{"id":404,"date":"2008-11-23T23:40:02","date_gmt":"2008-11-23T21:40:02","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=404"},"modified":"2008-11-23T23:40:02","modified_gmt":"2008-11-23T21:40:02","slug":"mit-uns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=404","title":{"rendered":"mit uns"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/imman.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-403 aligncenter\" title=\"imman\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2008\/11\/imman.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"276\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da wir hier gerade eine religi\u00f6se Schiene haben, pa\u00dft der Verweis auf &#8220;Eine Gemeinschaft von gro\u00dfer Vielfalt&#8221;:<\/p>\n<blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.emmanuel.at\/emmanuel.php?CMPubMIKey=1.13&amp;IdLanguage=DE\">Emmanuel<\/a> ist eine \u201einternationale Vereinigung von Gl\u00e4ubigen p\u00e4pstlichen Rechts\u201d. Am 8. Dezember 1998 wurde die Gemeinschaft ad infinitum f\u00fcr die Gesamtkirche vom Hl. Stuhl anerkannt. Heute ist die junge Gemeinschaft in vielen L\u00e4ndern der Welt aktiv. Vom Landwirt bis zur Studentin, vom Juristen bis zur Verk\u00e4uferin &#8211; Ehepaare, junge Leute und Singles geh\u00f6ren genauso zur Gemeinschaft wie Priester und z\u00f6libat\u00e4r lebende Schwestern und Br\u00fcder. Jeder lebt in seinem famili\u00e4ren und beruflichen Umfeld und setzt sich besonders daf\u00fcr ein, das Evangelium heute sichtbar zu machen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf diese Vereinigung wurde ich aufmerksam, weil sie gemeinsam mit der kath.-theolog. Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien einen Lehrgang anbieten will. Es gibt <a href=\"http:\/\/weiterbildung.univie.ac.at\/fileadmin\/user_upload\/ref_weiter\/ULG_Folder\/Folder_Universitaetslehrgaenge.pdf\">nicht wenige solche Lehrg\u00e4nge<\/a>, darunter Kurse f\u00fcr Lehrhebammen und Integrative Outdoor-Aktivit\u00e4ten. In diesem Fall ist es aber etwas komplizierter, denn es soll um &#8220;Dialog und Mission in Europa&#8221; gehen. Das w\u00fcrde ich nicht inskribieren, ebensowenig wie &#8220;Kanonisches Recht f\u00fcr Juristen&#8221;. Aber als Programmpunkt einer Fakult\u00e4t ist es doch ernst zu nehmen.<\/p>\n<p>Vor allem, wenn man liest, wie ernsthaft versucht wird, der Sache den Anschein der Proselytenmacherei zu nehmen:<\/p>\n<blockquote><p>Der gesellschaftliche Auftrag verpflichtet die Theologie, im Angesicht verst\u00e4rkter Pr\u00e4senz des \u201eReligi\u00f6sen\u201c, sowie intensivierter missionarischer Praxis der christlichen Kirchen,<strong> diese Prozesse wissenschaftlich zu begleiten<\/strong>. Sie hat in ihren Ausbildungen daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass Theologinnen und Theologen sowie akademisch ausgebildete Christinnen und Christen sich in dieser Situation <strong>reflektiert, kritisch und gebildet einbringen und die beschriebenen Transformationsprozesse verantwortet und handlungskompetent mitgestalten k\u00f6nnen<\/strong>. Dazu bedarf es<strong> fundierter universit\u00e4rer Ausbildung<\/strong> jener Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die f\u00fcr pastorale Projekte mit missionarischem Schwerpunkt jetzt und in Zukunft Verantwortung tragen bzw. tragen werden. Dies ist ein wesentlicher Beitrag der Theologie an einer staatlichen Universit\u00e4t zu einer humanisierenden und friedenssichernden Gesellschaftspolitik.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hat nichts geholfen. Aus dieser Passage hat ein rhetorisch gewiefter Student die Bezeichnung &#8220;Multiplikatorinnen und Multiplikatoren&#8221; herausgenommen und einer Mehrheit des Senates damit plausibel gemacht, dass wir im Falle einer Genehmigung Masterdiplome zum Gebrauch f\u00fcr Abtreibungsgegnerinnen verteilen.<\/p>\n<p>Auf der einen Seite die Ambivalenz zwischen Gottesdienerinnen und Wissenschaft, auf der anderen der wohleingesessene Antiklerikalismus. Ich f\u00fcrchte, ich muss weiterhin das Zwielicht vorziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wir hier gerade eine religi\u00f6se Schiene haben, pa\u00dft der Verweis auf &#8220;Eine Gemeinschaft von gro\u00dfer Vielfalt&#8221;: Emmanuel ist eine \u201einternationale Vereinigung von Gl\u00e4ubigen p\u00e4pstlichen Rechts\u201d. Am 8. Dezember 1998 wurde die Gemeinschaft ad infinitum f\u00fcr die Gesamtkirche vom Hl. Stuhl anerkannt. Heute ist die junge Gemeinschaft in vielen L\u00e4ndern der Welt aktiv. 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