{"id":409,"date":"2008-12-17T17:18:20","date_gmt":"2008-12-17T15:18:20","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=409"},"modified":"2008-12-17T17:18:20","modified_gmt":"2008-12-17T15:18:20","slug":"jurisprudence-law-managment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=409","title":{"rendered":"Jurisprudence, Law, Managment"},"content":{"rendered":"<div class=\"zemanta-img\" style=\"margin: 1em; float: right; display: block;\">\n<div>\n<dl class=\"wp-caption\" style=\"\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/73194085@N00\/465554992\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/183\/465554992_0a1a7c6e71_m.jpg\" alt=\"My Iranian Junk. or how I came to Iran on 27th...\" title=\"My Iranian Junk. or how I came to Iran on 27th...\" height=\"159\" width=\"240\"><\/a><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd zemanta-img-attribution\" style=\"font-size: 0.8em;\">Image by <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/73194085@N00\/465554992\">looking4poetry<\/a> via Flickr<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Ein eigenartiger Faden zieht sich durch meine letzten Beitr\u00e4ge. Vergangene Woche besuchte ich auf einer Erkundungstour den Iran. Wir hatten Gespr\u00e4che mit mehreren Fakult\u00e4ten. Das Setting war \u00fcberall \u00e4hnlich: 8-12 Wissenschaftler, kaum eine Frau, begr\u00fc\u00dfen uns h\u00f6flich. Wir tauschen Oberfl\u00e4chlichkeiten aus und ansatzweise versuche ich, umstrittene Themen zu ber\u00fchren. &#8220;Sie unterrichten Burschen und M\u00e4dchen getrennt. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? An der Universit\u00e4t Tehran gibt es diese Einschr\u00e4nkung nicht.&#8221; <\/p>\n<p>Der rote Faden ist die Rolle der Religion in der Welt der Wissenschaft. Die Organisation des <a href=\"http:\/\/qc.ut.ac.ir\/en\/aboutedu.htm\">University College Qom<\/a> ist typisch. Es gibt drei Fakult\u00e4ten:<\/p>\n<ul>\n<li>Theologie und arabische Sprache (die geh\u00f6rt wegen des Korans zur Theologie)<\/li>\n<li>Rechtswissenschaft<\/li>\n<li>Management<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was auf der Website &#8220;Theology&#8221; hei\u00dft, wird in einem Organigramm als &#8220;Jurisprudence&#8221; bezeichnet. Es ist die Grundlegung des richtigen Lebens, <a href=\"http:\/\/www.frontpagemag.com\/Articles\/Read.aspx?GUID=FE27B79F-DEF9-4C53-9194-BBF0DC1FA1F3\">Scharia im neutralen Sinn<\/a>. Darauf baut die Rechtslehre auf, die sich mit den faktischen juridischen Regelungen besch\u00e4ftigt. Und zuletzt die Nutzanwendung: das moralisch unterlegte Management.<\/p>\n<p>Wie wirkt sich die islamische Grund\u00fcberzeugung auf die F\u00fchrung eines gro\u00dfen \u00d6lkonzerns aus? Darauf wurde geantwortet: Jeder Mensch folgt ethischen Prinzipien, auch in allt\u00e4glichen Entscheidungssituationen. Die Problemstellung ist aus der christlichen Soziallehre bekannt. Es ist &#8211; f\u00fcr Philosophen &#8211; schwierig, nicht etwas Sympathie mit dieser Gro\u00dfraumperspektive zu empfinden. Also nickte ich h\u00f6flich. Doch das befriedigte wieder andere iranische Teilnehmer nicht. Sie fragten nach, ob ich mit dieser Reaktion zufrieden sei. Es ist nicht unschuldig, f\u00fcr eine hohe Durchl\u00e4ssigkeit zwischen Glaubens- und Gesch\u00e4ftssachen einzutreten. <\/p>\n<div style=\"margin-top: 10px; height: 15px;\" class=\"zemanta-pixie\"><img decoding=\"async\" style=\"border: medium none ; float: right;\" class=\"zemanta-pixie-img\" src=\"http:\/\/img.zemanta.com\/pixy.gif?x-id=aba17789-bb2c-40c8-a10f-775524d5a5e9\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Image by looking4poetry via Flickr Ein eigenartiger Faden zieht sich durch meine letzten Beitr\u00e4ge. Vergangene Woche besuchte ich auf einer Erkundungstour den Iran. Wir hatten Gespr\u00e4che mit mehreren Fakult\u00e4ten. 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