{"id":457,"date":"2009-03-23T13:50:45","date_gmt":"2009-03-23T12:50:45","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=457"},"modified":"2009-03-23T13:50:45","modified_gmt":"2009-03-23T12:50:45","slug":"platon-buchstablich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=457","title":{"rendered":"Platon buchst\u00e4blich"},"content":{"rendered":"<p>Platons Ideenlehre ist ein gro\u00dfer Brocken. Hilfreich sind kleine Ableger, wie die folgende Bemerkung aus dem <strong>Staat<\/strong>, 402a. Sie zeigt, wie selbstverst\u00e4ndlich diese philosophische Doktrin in gewisser Weise ist.<\/p>\n<blockquote><p>Gerade also, bemerkte ich, wie wir mit der Schrift damals gen\u00fcgend bekannt waren, als wir die wenigen Buchstaben in allem, worin sie vorkommen, zu erkennen wu\u00dften und weder in Kleinem noch in Gro\u00dfem sie mi\u00dfachteten, als brauchte man sie nicht zu bemerken, sondern \u00fcberall uns bem\u00fchten, sie zu unterscheiden, weil wir nicht eher Schriftkundige w\u00e4ren, bis wir uns auf dieser Stufe bef\u00e4nden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Buchstaben k\u00f6nnen sehr verschieden aussehen. Eine Schrift hat man erst verstanden, wenn man die einzelnen Wahrnehmungen auf die jeweiligen Buchstabentypen bezieht. Sie sind die &#8220;Ideen&#8221;, welche der Wahrnehmungswelt vorausgehen, sofern sie nachvollziehbare Mitteilungen enth\u00e4lt. <\/p>\n<blockquote><p>Also auch die Bilder von Schriftzeichen, wenn sie uns etwa im Wasser oder in einem Spiegel sichtbar w\u00fcrden, werden wir nicht eher kennen, bis wir sie selbst kennen &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-458\" title=\"urbangrafitty\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/urbangrafitty.jpg\" alt=\"urbangrafitty\" \/> <\/p>\n<div align=\"right\">\n(Jazza, stock.xchng)\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Platons Ideenlehre ist ein gro\u00dfer Brocken. Hilfreich sind kleine Ableger, wie die folgende Bemerkung aus dem Staat, 402a. Sie zeigt, wie selbstverst\u00e4ndlich diese philosophische Doktrin in gewisser Weise ist. Gerade also, bemerkte ich, wie wir mit der Schrift damals gen\u00fcgend bekannt waren, als wir die wenigen Buchstaben in allem, worin sie vorkommen, zu erkennen wu\u00dften<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=457\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[41],"class_list":["post-457","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-philosophie-klassisch","tag-bildung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=457"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/457\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}