{"id":464,"date":"2009-04-08T18:21:00","date_gmt":"2009-04-08T17:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=464"},"modified":"2009-04-08T18:21:00","modified_gmt":"2009-04-08T17:21:00","slug":"sprungbrett-im-abseits","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=464","title":{"rendered":"Sprungbrett im Abseits?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.uniport.at\/\">Uniport<\/a> ist das Karriereservice der Universit\u00e4t Wien, dessen Zielgruppe sich aus Studierenden und Unternehmen zusammensetzt:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Studierende und Absolventinnen (der Universit\u00e4t Wien) k\u00f6nnen sich registrieren und ein eigenes Profil erstellen, in der sie f\u00fcr Unternehmen relevante Informationen \u00fcber sich zur Verf\u00fcgung stellen. Au\u00dferdem haben sie Zugriff auf Stellenangebote. Man klassifiziert die studentische Zielgruppe als Zielflieger und das Service als Sprungbrett von der Uni in den Beruf.<\/li>\n<li>Auf der anderen Seite k\u00f6nnen Unternehmen dem Service eine kostenpflichtige Anfrage stellen (<em>Recruiting<\/em>), in der sie nach Personen mit einem bestimmten Profil suchen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.caerdydd.ac.uk\/socsi\/images\/image-90254-web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"What you need\" src=\"http:\/\/www.caerdydd.ac.uk\/socsi\/images\/image-90254-web.jpg\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"200\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Ich war heute mit sechs anderen Studierenden bei einem Workshop, in der der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Uniport eingeladen hat, Vorschl\u00e4ge zur Verbesserung der Kommunikation nach au\u00dfen zu den Studierenden einzubringen, um das Service attraktiver zu machen (Erh\u00f6hung der Zugriffszahlen, der Anzahl der Registrierungen, der ausgef\u00fcllten Profile und der Teilnahmezahlen an den &#8211; teils kostenpflichtigen &#8211; Veranstaltungen). Eine spannende Diskussion mit einer skurrilen Erkenntnis. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Vordergrund h\u00e4tten dabei eigentlich &#8211; darum waren Informatikstudenten eingeladen &#8211; Verbesserungen an der Homepage stehen sollen. Ein Gro\u00dfteil der Diskussion f\u00fchrte jedoch in die Richtung, dass nicht ausschlie\u00dflich die Gestaltung der Webseite, sondern eher das Image bzw. die Art und Weise der \u00f6ffentliche Pr\u00e4senz (sei es online oder in Veranstaltungen) f\u00fcr die mangelnde Nutzung verantwortlich sei:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Warum nutzt Uniport seine Kontakte zu den Unternehmen nicht, um den Studierenden die M\u00f6glichkeit zu bieten, den T\u00e4tigkeitsbereich und den Alltag dieser Unternehmen kennenzulernen? Studienvertreter, Studienprogrammleiter und Studierende selbst w\u00e4ren wahrscheinlich hocherfreut, die Kontakte &#8220;anzapfen&#8221; zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Warum ist Uniport so schlecht mit anderen hochfrequentierten Uni-Services vernetzt (StudentPoint, UniVis,&#8230;):\n<ul>\n<li>Man k\u00f6nnte im Service doch Universit\u00e4ts-interne wissenschaftliche Stellenangebote aus dem <a href=\"http:\/\/jobcenter.univie.ac.at\/\">Jobcenter<\/a> und dem <a href=\"http:\/\/personaladministration.univie.ac.at\/index.php?id=ausschreibungen\">Personal-Mitteilungsblatt <\/a>aggregieren und dabei auch andere Universit\u00e4ten im In-und Ausland ber\u00fccksichtigen (das w\u00fcrde das Schlagwort &#8220;Mobilit\u00e4t im Studium&#8221; etwas realistischer machen)<\/li>\n<li>Au\u00dferdem sollte im Univis die Stellensuche oder zumindest ein Men\u00fcpunkt zu Uniport hinzugef\u00fcgt werden (auf der TU klappt die Integration ganz gut &#8211; <a href=\"http:\/\/www.tuwien.ac.at\/\">gro\u00dfes Logo auf der rechten Seite<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">Erst in der zweiten H\u00e4lfte kamen wir\u00a0 zu den eher technischen Aspekten, die die Gestaltung der Website betrifft (RSS-Feeds, Blog, Verbindung zu Facebook\/Delicious\/&#8230;).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Diskussion war sehr anregend und der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer sehr kooperativ. Soweit, so gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Etwas skurril wurde die Sache aus meiner Sicht aber dann, als es um die Frage der Umsetzung ging. Diese h\u00e4ngt n\u00e4mlich mit dem Verh\u00e4ltnis dieses Services mit der Universit\u00e4t zusammen. Damit die Skurrilit\u00e4t klar wird, muss ich ausholen und den derzeitigen Rektor \u00fcber die Ziele dieses Services sprechen lassen:<\/p>\n<blockquote style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: left;\">&#8220;Die Unterst\u00fctzung unserer Studierenden und\u00a0AbsolventInnen\u00a0bei der <strong>Vorbereitung\u00a0beim Berufseinstieg<\/strong> und auch sp\u00e4ter\u00a0im Berufsleben&#8221;, so Rektor Georg Winckler, &#8220;sind die Ziele des Karriereservice der Universit\u00e4t Wien. <strong>Die Universit\u00e4ten sind gefordert, Verantwortung in diesem Bereich zu \u00fcbernehmen.<\/strong> Mit dem Aufbau des Karriereservice wurde an der Universit\u00e4t Wien daf\u00fcr ein wichtiger Schritt gesetzt. (vgl. <a href=\"http:\/\/www.uniport.at\/uniport\/frontend.Uniport\/about.now\">\u00dcber Uniport<\/a>)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Gut, nun muss man aber in Betracht ziehen, dass Uniport eine GmbH ist, die sich zu 100% selbst finanzieren muss. Die Verantwortung in diesem Bereich wurde also ausgelagert. Noch schlimmer wird es, wenn die GmbH darum betteln muss, M\u00f6glichkeiten zu nutzen, die f\u00fcr die erfolgreiche \u00dcbernahme dieser Verantwortung wichtig sind. Unter diesen M\u00f6glichkeiten fallen viele der oben besprochenen Punkte:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>der besser platzierte Link auf der Uni-Webseite (zu erreichen \u00fcber: Services \/ ganz runter scrollen \/<span style=\"font-size: 9pt; font-family: Verdana; text-decoration: none;\">Karriere &amp; Alumni )<\/span><\/li>\n<li>eine Integration in <a href=\"https:\/\/www.univie.ac.at\/uvo\/\">UniVis<\/a> (das jede Studierende mindestens einmal im Semester besucht)<\/li>\n<li>die Integration der Uni-internen Stellenausschreibungen (Tutorenjobs, Studienassistent,&#8230;).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">Warum man diese Dinge nicht bereits bei der Gr\u00fcndung 2002 \u00fcberlegt hat und warum die Kooperation (es handelt sich ja um ein &#8220;Tochterunternehmen&#8221; der Universit\u00e4t) so schwer f\u00e4llt, ist mir nicht klar. Ich w\u00fcrde in diesem Service schon ein gro\u00dfes Potential sehen, wenn man mit den entsprechenden Institutionen (ZID, StudentPoint, Rektorat, Studienrichtungsvertreterinnen) besser kommunizieren w\u00fcrde. Es lie\u00dfen sich Auslandspraktika vermitteln (die sich mit dem Erasmus-Programm koppeln lie\u00dfen) und man k\u00f6nnte die Studierenden viel fr\u00fcher vor ihre Optionen stellen, die sie w\u00e4hrend und nach dem Studium (in privatwirtschaftlichen und \u00f6ffentlichen Unternehmen) haben, auch was den Forschungs- und Entwicklungsbereich betrifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Sprungbrett, Uniport, steht nicht nur im Abseits, sondern f\u00fchrt nur in ein kleines Becken hinein. Wenn man von einer Jobb\u00f6rse f\u00fcr Akademiker spricht, m\u00fcssten auch Stellungen in Universit\u00e4ten und Forschungszentren integriert und gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uniport ist das Karriereservice der Universit\u00e4t Wien, dessen Zielgruppe sich aus Studierenden und Unternehmen zusammensetzt: Studierende und Absolventinnen (der Universit\u00e4t Wien) k\u00f6nnen sich registrieren und ein eigenes Profil erstellen, in der sie f\u00fcr Unternehmen relevante Informationen \u00fcber sich zur Verf\u00fcgung stellen. Au\u00dferdem haben sie Zugriff auf Stellenangebote. 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