{"id":476,"date":"2009-04-23T23:36:28","date_gmt":"2009-04-23T22:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=476"},"modified":"2009-04-23T23:36:28","modified_gmt":"2009-04-23T22:36:28","slug":"wissenschaft-in-der-krise-2-interpretationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=476","title":{"rendered":"Wissenschaft in der Krise. 2 Interpretationen"},"content":{"rendered":"<p>Heute abend fand eine Podiumsdiskussion zum Thema <em>Wissenschaft in der Krise. Die aktuelle Wirtschaftskrise und Anforderungen an wissenschaftliche Forschung<\/em> statt. Vorweg muss ich sagen, dass man, um der Diskussion vern\u00fcnftig folgen zu k\u00f6nnen, mehr Ahnung von Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaften haben sollte als ich. Deswegen verstehen sich die folgenden Notizen nur als eine Art Dokumentation der Diskussion ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit oder einer Plausibilit\u00e4tspr\u00fcfung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"wpGallery\" href=\"http:\/\/www.ffrf.org\/timely\/igwt\/igwt_dollarbills.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-477 aligncenter\" title=\"igwt_dollarbills\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/igwt_dollarbills.jpg\" alt=\"igwt_dollarbills\" width=\"246\" height=\"212\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es gab zwei Phasen ohne Diskussion (Gr\u00fcnde der Krise und Rolle der Wissenschaften in der Krise) und eine Schlussphase mit einem unerwarteten Intermezzo \u00fcber ein aktuell hei\u00dfes hochschulpolitisches Thema der Uni Wien (Stichwort: Kollektivvertrag), wobei aber von Seiten der Moderation versucht wurde zu verhindern, dass der Rest der Diskussion durch dieses Thema beherrscht wurde (was sich IMHO nicht v\u00f6llig verhindern lie\u00df).<br \/>\n<!--more--><strong>1. Runde: Ursachen f\u00fcr die Krise<\/strong><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>In der ersten Runde wurden die 4 Personen auf dem Podium gebeten, etwas \u00fcber die Gr\u00fcnde der aktuellen Krise (Finanz- und Wirtschaftskrise) zu sagen.<\/p>\n<p><strong>Michalitsch:<\/strong><\/p>\n<p>Die Ursachen liegen in der Politik der Liberalisierung und Deregulierung (auch der Daseinsvorsorge):<\/p>\n<ul>\n<li> Es kam zu Instabilit\u00e4ten am Finanzmarkt, Spekulationen und dadurch zu Unsicherheit<\/li>\n<li> Die Banken vernachl\u00e4ssigten ihre Rolle als Kapitalgeber f\u00fcr Investitionen und wurden zu<a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2005\/06\/04\/442458.html\"> &#8220;Asset Manager&#8221;<\/a><\/li>\n<li>Die Internationale Politik hat es zugelassen, Spekulationsgewinne nicht zu besteuern<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr Michalitsch ging der \u00f6konomischen Krise eine soziale Krise voran, die erst allm\u00e4hlich sichtbar wird.<\/p>\n<p>Ihr Vorschlag geht in die Richtung, mehr in die Zivilgeselslchaft zu investieren, denn diese h\u00e4tten die Ideen ohnehin in ihren Schubladen, man m\u00fcsste sie nur f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Winckler:<\/strong><\/p>\n<p>Winckler ging zun\u00e4chst auf die Entwicklung in den 70er Jahren ein: Erd\u00f6lpreis-Schocks (Schrumpfen der \u00d6konomie). Es gab eine Reihe von Ma\u00dfnahmen, doch im nachhinein betrachtet f\u00fchrten diese Ma\u00dfnahmen zu etwas, was man &#8220;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stagflation\">Stagflation<\/a>&#8221; nannte. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jimmy_Carter\">Carter <\/a>hat die Politik umgedreht, als er das erkannte; er wollte Vollbesch\u00e4ftigung \u00fcber eine neue Geld- und Ordnungspolitik erreichen. Und dies d\u00fcrfte bis vor Kurzem gut gegangen sein &#8211; die Wirtschaft wuchs. Jedoch trieb der Finanzsektor unkontrollierbare Bl\u00fcten (&#8220;die selbst die Erfinder dieser Finanzprodukte nicht kontrollieren konnten&#8221;). Man dachte, man k\u00f6nne relativ einfach und schnell Gewinne im Finanzsektor generieren und diese Gewinne w\u00fcrden sich auf Konsum und Real\u00f6konomie \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Winckler bezieht sich nun auf <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Maynard_Keynes\">Keynes<\/a>, der vorhergesagt hat, dass Marktwirtschaft generell das Problem habe, dass der Finanzsektor zu dominant werde. Die Entwicklung des Finanzsektors orientiere sich au\u00dferdem entweder an zu optimistischen oder zu pessimistischen Einsch\u00e4tzungen. Keynes Vorschlag ist: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fiskalpolitik\">Fiskalpolitik<\/a>, die folgenderma\u00dfen paraphrasiert werden kann:<\/p>\n<p>&#8220;Alles f\u00fcr den Investor und nichts f\u00fcr den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rentier_(Person)\">Rentier<\/a>&#8221; oder &#8220;Euthanasie des Rentiers&#8221;.<\/p>\n<p><strong>Scherrer:<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kreditderivat\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kreditderivat\">Kreditderivate<\/a> sind Formen privaten Geldes, das vom Staat nicht \u00fcberwacht wurde.<br \/>\nLehman Brothers hat f\u00fcr ihre Finanz-Produkte selbst 1$ eingesetzt, und 33$ von anderen Leuten.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>2. Runde: die Rolle der Wissenschaften in der Krise<\/strong><\/p>\n<p>In der zweiten Runde ging es um die Frage, welche Rolle Wissenschaft und Forschung spielen, um der Krise entgegen zu wirken (wobei die Wendung &#8220;Wissenschaften in der Krise&#8221; auch eine zweite Interpretation zul\u00e4sst, die sp\u00e4ter in der Diskussion aufgegriffen wird):<\/p>\n<p><strong>Michalitsch:<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michel_Foucault\">Foucault<\/a>: Welche Wahrheitswerte hat Macht? Welche Fragen werden gef\u00f6rdert\/nicht gef\u00f6rdert?<\/p>\n<p>Die Debatte rund um Wissenschaft ist fokusiert auf Exzellenz und Spitzenleistung auf der einen Seite, und Prekarisierung von Wissenschaftlerinnen (m\/w) auf der anderen Seite. Es gibt bei den Forschenden einen hohen Grad an unbezahlter Arbeit. Damit zu leben ist auch eine Spitzenleistung.<\/p>\n<p>Welche Fragen werden nicht fokusiert?<br \/>\n&#8211; Feministische Theorie<br \/>\n&#8211; Nachvollziehen der Zusammenh\u00e4nge, die Volkswirtschaftlehre und Politikwissenschaften (im Bereich der &#8220;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Politische_%C3%96konomie\">Politischen \u00d6konomie<\/a>&#8220;) getrennt untersuchen. Mann muss den Gesamtzusammenhang verstehen und das wurde bislang stark vernachl\u00e4ssigt.<br \/>\n&#8211; Bei den Wirtschaftswissenschaften scheint nur ein Paradigma forciert zu werden, anstatt dass man auch andere Alternativen beleuchtet. Zum Beispiel hat Michalitsch auf der WU beobachtet, dass Betriebswirtschaftslehre (BWL) fokusiert wird auf Kosten der Volkswirtschaftslehre (VWL) (eine bestimmte Professur im &#8220;<a href=\"http:\/\/www.wu-wien.ac.at\/vw3\/institut\/\">Institut f\u00fcr Institutionelle &amp; Heterodoxe \u00d6konomie<\/a>&#8221; Prof. Leonhard Bauer &#8211; wurde gar nicht mehr nachbesetzt)<\/p>\n<p>Michalitsch&#8217;s Forderung ist, die Systemzusammenh\u00e4nge viel genauer zu erforschen.<\/p>\n<p><strong>Winckler:<\/strong><\/p>\n<p>Stimmt zu: Das Interesse an VWL ist Krisenabh\u00e4ngig. In den 70er-Jahren gab es ein gro\u00dfes Interesse an VWL, das sp\u00e4ter jedoch in Richtung BWL soweit abgebaut wurde, dass VWL-Professoren um ihre Jobs bangten. Die Universit\u00e4t Wien habe nach Winckler diesen Schwenk nicht in dieser Radikalit\u00e4t vollzogen. &#8220;Wir wollen eine starke VWL&#8221;. Er stellt au\u00dferdem in Aussicht, dass das Interesse an VWL wieder steigen wird.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich dem Verh\u00e4ltnis von Politikwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften:<br \/>\n&#8211; Die Forschungsgegenst\u00e4nde dieser beiden Disziplinen decken sich in vielerlei Hinsicht. Gro\u00dfe \u00d6konomen wie <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adam_Smith\">Adam Smith<\/a>, Marx, Keynes, <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_August_von_Hayek\">Hayek<\/a> waren sich dem immer bewusst.<\/p>\n<p>Winckler sieht aber den Unterschied zwischen \u00d6konomen und Politikwissenschaften in der Bereitschaft, gro\u00dfe Datenmengen zu analysieren und zur Theoriebildung zu verwenden. Die \u00d6konomen versuchen tendenziell durch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96konometrie\">\u00d6konometrie<\/a> auf radikale Weise gro\u00dfe Datenmengen anzusehen und ihre Theorien mit den Daten zu konfrontieren. &#8220;Die Theorien m\u00fcssen sich an den Daten reiben. Die Politikwissenschaftler haben sich manchmal diese harte Arbeit erspart&#8221;. Die \u00d6konomie hat mit der \u00d6konometrie jedoch wahrscheinlich darauf verzichtet, die gro\u00dfen Geschichten zu erz\u00e4hlen, jedoch sagt Winckler mit<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean-Fran%C3%A7ois_Lyotard\"> Lyotard<\/a>: Die Zeit der gro\u00dfen Geschichten ist vorbei. Wir m\u00fcssen uns mit Daten auseinander setzen; Modelle bilden und die &#8220;Modelle an der Wirklichkeit reiben&#8221;.<\/p>\n<p><strong>Scherrer:<\/strong><\/p>\n<p>Muss schmunzeln bez\u00fcglich Winckler&#8217;s Einsch\u00e4tzung der Politikwissenschaften: &#8220;Die Daten sind nicht das Problem&#8221;.<br \/>\nEr stimmt Winckler aber zu: Die gro\u00dfen \u00d6konomen waren offen f\u00fcr soziale Fragen.<\/p>\n<p>Auf dem 1-Dollarschein steht: &#8220;In god we trust.&#8221; aber letztendlich vertrauen wir auf die Banken.<\/p>\n<p>Den Fehler, den die Mainstream-\u00d6konomie gemacht hat ist, sich zu sehr auf konkrete Annahmen der Mikro\u00f6konomie zu verlassen. So zum Beispiel die Annahme der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theorie_der_rationalen_Entscheidung\">&#8220;Rational Choice&#8221;<\/a>, dass jedes Individum alle seine Entscheidungen nur aufgrund von pers\u00f6nlicher Nutzenmaximierung trifft. F\u00fcr diese \u00d6konomen ist die Makroebene nur eine Ableitung aus dem Mikroverhalten der einzelnen Individuen. Nun hat jedoch Keynes die Vermutung formuliert, dass die Makroebene einer eigenen Logik gehorcht.<\/p>\n<p>Man tut so, als sei das Individuum immer alleine bez\u00fcglich ihrer Entscheidungen und v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von gesellschaftspolitischer Grundstimmung oder anderen Einfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die \u00d6konometrie ist eventuell eine Chance, indem dort versucht wird, durch Datenanalyse die Frage zu kl\u00e4ren: Was passiert eigentlich in Wirklichkeit und was sagt aber unser Modell voraus? Jedoch darf man die Frage, woher die Daten kommen, nicht vernachl\u00e4ssigen. Viele Daten sind unzuverl\u00e4ssig und so w\u00fcrde man daneben greifen, wenn man alle Daten &#8211; egal von wo sie kommen &#8211; f\u00fcr gleicherma\u00dfen vertrauensw\u00fcrdig h\u00e4lt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<strong>3. Phase Hochschulpolitisches Intermezzo:<\/strong><\/p>\n<p>Die dritte Phase war f\u00fcr mich u.A. gruppendynamisch interessant. Im Publikum (gesch\u00e4tzte 80 Leute) sa\u00dfen n\u00e4mlich einige aus der &#8220;<a href=\"http:\/\/www.ig-elf.at\/\">Arbeitsgemeinschaft: Zukunft der Wissenschaft<\/a>&#8221; die die Fragerunde verwendeten, um \u00fcber eine &#8211; ihrer Einsch\u00e4tzung zufolge &#8211; Unterfrage dieses Themas: &#8220;Wissenschaft in der Krise&#8221; zu sprechen zu kommen. Ich muss\u00a0 gestehen, dass ich das Thema nicht genau verfolgt habe, und hier nur ungef\u00e4hr ein paar Kern-Aussagen skizzieren kann (unter Zuhilfenahme des Flyers, der ausgeteilt wurde): Es geht um die Verhandlungen bez\u00fcglich des Kollektivvertrags (vermutlich f\u00fcr alle Universit\u00e4tsmitarbeiterinnen (m\/w)). Kritikpunkt ist nicht der Kollektivvertrag selbst sondern die \u00dcbergangsregeln zum selbigen:<\/p>\n<blockquote><p>Die von der uniko vorgeschlagenen Modifikationen der \u00dcbergangsbestimmungen sind sozial stark unausgewogen. Die ungleiche Verteilung zu Lasten der ohnehin finanziell und institutionell am wenigsten abgesicherten Besch\u00e4ftigte, NachwuchswissenschafterInnen und Universit\u00e4tslektorInnen ist nicht hinnehmbar.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Stellungnahme von Winckler:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> Eigentlich geh\u00f6rt dieses Thema nicht in diese Podiumsdiskussion. Er sei aber gespr\u00e4chsbereit und um das zu zeigen, m\u00f6chte er kurz dazu Stellung nehmen.<\/li>\n<li>Der Kollektivvertrag steht kurz vor dem Abschluss.<\/li>\n<li>Man muss dazu sagen, dass aufgrund von Entscheidungen in der Bundespolitik der Entscheidungsspielraum der Unis sehr gering ist.<\/li>\n<li>Es gibt zu viele externe Lektorinnen. Wir m\u00fcssen von dieser prekarisierten Form weg und &#8220;senior lecturers&#8221; einf\u00fchren.<\/li>\n<li>Die Universit\u00e4t Wien hat in den letzten Jahren sein Personal von 7000 auf 8000 erh\u00f6ht. Wir m\u00fcssen uns bem\u00fchen, diese gro\u00dfe Zahl an Posten zu finanzieren.<\/li>\n<li>Wir bekommen vom Bund 90% des Haushalts und wenn der Bund sagt, dass es weniger Geld gibt, dann m\u00fcssen wir uns rund um diese Entscheidung arrangieren.<\/li>\n<li>Die Budgetpolitik des Bundes \/ des Ministeriums ist letztlich f\u00fcr diese negativen Reaktionen verantwortlich.<\/li>\n<li>Sie werden sehen &#8211; wenn Sie sich die aktuelle Bilanz ansehen, die in den n\u00e4chsten Tagen ver\u00f6ffentlicht wird, dass die Universit\u00e4t Wien ein negatives Budget hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Weiterer Diskussionsbeitrag bzgl. &#8220;Themenverfehlung&#8221;:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Sie haben eine &#8220;Excellence Bubble&#8221; geschaffen.<\/li>\n<li>In der Politikwissenschaft ist ersichtlich, dass es sich um eine Notverwaltung handelt, die die Uni Wien hier vornimmt. Es wird gespart bis zum Ende. Es m\u00fcssen deshalb Seminare mit bis zu 70 Teilnehmerinnen stattfinden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Etwas sp\u00e4ter, nachdem andere Diskussionsbeitr\u00e4ge zum ersten Interpretation des Themas an die Reihe kamen,\u00a0 wurde eine kurze Antwort auf den &#8220;Excellence Bubble&#8221; von Winckler gegeben:<br \/>\nDer Frage, welche Qualit\u00e4t wissenschaftliche Leistung hat, muss sich die Universit\u00e4t auf jeden Fall stellen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>Ansonsten waren noch folgende Schlussmeldungen interessant:<br \/>\n<strong>Scherrer:<\/strong><br \/>\nEs k\u00f6nnte n\u00f6tig sein, dass wir unseren amerikanischen\/europ\u00e4ischen Lebensstil \u00e4ndern m\u00fcssen, damit soziale Sicherheit f\u00fcr alle m\u00f6glich wird.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem: Pl\u00e4doyier f\u00fcr <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theorienpluralismus\">Wissenschaftspluralismus<\/a>: Es ist wichtig, viele unterschiedliceh Optionen zu haben: die \u00d6konomie muss sich \u00f6ffnen und muss von der Leitidee: Menschen sollen ausschlie\u00dflich Nutzenmaximiert denken wegkommen: &#8220;Menschen sollen nicht rein nutzenmaximierend entscheiden&#8221;. Daf\u00fcr gab es noch einmal satten Applaus, der nicht nur von der Publikumsfraktion der AG kam.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\nObwohl ich zur Plausibilit\u00e4t vieler Aussagen nichts beisteuern kann, war der Abend f\u00fcr mich bereichernd. Bez\u00fcglich der Wahl der Personen am Podium fand ich die Sache ein wenig zu sehr \u00fcberstrapaziert in Richtung Wirtschaftswissenschaften. Ich h\u00e4tte mir zumindest noch eine Person aus dem juridischen Bereich und\/oder der Soziologie und\/oder der Philosophie gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Zum Schluss noch eine Liste von zus\u00e4tzlichen Informationen, die w\u00e4hrend der Diskussion erw\u00e4hnt wurden und die eventuell zum Verst\u00e4ndnis beitragen k\u00f6nnen:<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zur Podiumsdiskussion:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/philo.at\/pipermail\/epoche\/2009-April\/000942.html\">Informationen zur Veranstaltung<\/a> (aus der Mailingliste Epoche)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wu-wien.ac.at\/vw3\/institut\/lektoren\/michalitsch\">Gabriele Michalitsch<\/a> (Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Georg_Winckler_(Wissenschaftler)\">Georg Winckler<\/a> (Rektor der Universit\u00e4t Wien)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.uni-kassel.de\/fb5\/globalisation\/html\/mitarb.htm#1\">Christoph Scherrer<\/a> (Professor f\u00fcr &#8220;Globalisierung und Politik&#8221;, Universit\u00e4t Kassel)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/public.univie.ac.at\/index.php?id=17066\">Ulrich Brand<\/a> (Institut f\u00fcr Politikwissenschaft, Universit\u00e4t Wien)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ig-elf.at\/index.php?id=74\"> Stellungnahme der AG:\u00a0 &#8220;Zukunft der Wissenschaft&#8221; zum Kollektivvertrag<\/a> (wurde als Flyer verteilt)<\/li>\n<li><strong>UPDATE:<\/strong><a href=\"http:\/\/philo.at\/pipermail\/epoche\/2009-April\/date.html#start\"> Zusammenfassung und Diskussion rund um den Kollektivvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wu-wien.ac.at\/vw3\/institut\/\">Institut f\u00fcr Institutionelle und Heterodoxe \u00d6konomie<\/a> (WU)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><br \/>\n\u00d6konomische Autoren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Maynard_Keynes\">Keynes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_August_von_Hayek\">Hayek<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adam_Smith\">Smith<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Philosophische Autoren:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Michel_Foucault\">Foucault<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean-Fran%C3%A7ois_Lyotard\">Lyotard<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Stichw\u00f6rter:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/daten\/2005\/06\/04\/442458.html\">Asset Manager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fiskalpolitik\">Fiskalpolitik<\/a><\/li>\n<li> <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stagflation\">Stagflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lehman_Brothers\">Lehman Brothers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rentier_(Person)\">Rentier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kreditderivat\">Kreditderivat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Politische_%C3%96konomie \">Politische \u00d6konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96konometrie\">\u00d6konometrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theorie_der_rationalen_Entscheidung\">Rational choice<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theorienpluralismus\">Wissenschaftspluralismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Heterodox_economics\">Heterodoxe \u00d6konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/vimeo.com\/3261363?pg=embed&amp;sec=\">Videoclip: The Crisis of Credit Visualized<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9BrLrwbkQWQ\">Videoclip: Wie funktioniert Geld?<\/a> (3-teilig)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute abend fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Wissenschaft in der Krise. Die aktuelle Wirtschaftskrise und Anforderungen an wissenschaftliche Forschung statt. Vorweg muss ich sagen, dass man, um der Diskussion vern\u00fcnftig folgen zu k\u00f6nnen, mehr Ahnung von Wirtschaftswissenschaften und Politikwissenschaften haben sollte als ich. 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