{"id":488,"date":"2009-05-18T22:11:07","date_gmt":"2009-05-18T21:11:07","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=488"},"modified":"2009-05-18T22:11:07","modified_gmt":"2009-05-18T21:11:07","slug":"wenn-soziale-gefuge-ubersteuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=488","title":{"rendered":"Wenn soziale Gef\u00fcge \u00fcbersteuern&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Es ist verst\u00e4ndlich, dass die Beurteilung von Sachkompetenzen nie v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von sozialen Verflechtungen getroffen werden kann, die in einem Unternehmen oder im Wissenschaftsbetrieb herrschen.\u00a0 Doch das Ma\u00df, in dem diese Verflechtungen ber\u00fccksichtigt werden, ist nur bis zu einem gewissen Grad f\u00f6rderlich f\u00fcr den Erhalt und die Weiterentwicklung des Netzes.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-489 alignleft\" title=\"spinnennetz\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/spinnennetz.jpg\" alt=\"spinnennetz\" \/><\/p>\n<p>Am Beispiel einer Firma: Es ist sch\u00f6n f\u00fcr die konkrete Person, wenn sie von der Firma, f\u00fcr der sie arbeitet, Rat und Hilfe bekommt. Und zwar Hilfe, die \u00fcber die Aufgaben und Funktionen, die sie in der Firma \u00fcbernimmt, hinausgeht.<\/p>\n<p>Restriktiv wird es, wenn dieser Rat in ein Imperativ umschl\u00e4gt und die weitere Mitgliedschaft an der Befolgung dieses Imperatives h\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Unertr\u00e4glich wird es, wenn der Imperativ nicht ausgesprochen, sondern als &#8220;Firmen-Ethos&#8221; oder Selbstverst\u00e4ndlichkeit implizit vorausgesetzt wird (Das kann man sich weiterdenken bis zu einer Diktatur der Angst, in der man nie genau wei\u00df, ob eine Entscheidung die man trifft, durch Ausschluss aus der Gruppe bestraft wird, da man keinen Einblick in die Spielregeln hat).<\/p>\n<p>Nochmal: Das bezieht sich nicht auf Imperative, in denen es um die Erf\u00fcllung von &#8220;firmeninternen&#8221; Aufgaben geht, sondern um Befehle, die dar\u00fcber hinaus gehen und die damit andere (mehr oder weniger verandte) Lebensbereiche betreffen.<\/p>\n<p>Das, was ich allgemein f\u00fcr Firmen gesagt habe, l\u00e4sst sich im wissenschaftlichen Bereich wiederholen. Beispiel: Die Entscheidung, eine wissenschaftliche T\u00e4tigkeit in einer Institution auszu\u00fcben, wird von der Entscheidungsbefugten Person daran gekn\u00fcpft, ob man Weichenstellungen in seinem Studium den Interessen der Insitution<br \/>\nunterwirft, indem man darauf verzichtet, seinen pers\u00f6nlichen Forschungsinteressen nachzugehen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es jeder Institution selbst \u00fcberlassen, welche Personen sie anstellt und welche Bedingungen man an die Anstellung kn\u00fcpft, doch ob man durch so eine Politik jene kreativen und einfallsreichen Leute bekommt, die man braucht und gerne h\u00e4tte, wage ich zu bezweifeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist verst\u00e4ndlich, dass die Beurteilung von Sachkompetenzen nie v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von sozialen Verflechtungen getroffen werden kann, die in einem Unternehmen oder im Wissenschaftsbetrieb herrschen.\u00a0 Doch das Ma\u00df, in dem diese Verflechtungen ber\u00fccksichtigt werden, ist nur bis zu einem gewissen Grad f\u00f6rderlich f\u00fcr den Erhalt und die Weiterentwicklung des Netzes. Am Beispiel einer Firma: Es<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=488\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-488","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bric-a-brac"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=488"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/488\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}