{"id":579,"date":"2009-11-05T10:56:17","date_gmt":"2009-11-05T09:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=579"},"modified":"2009-11-05T10:56:17","modified_gmt":"2009-11-05T09:56:17","slug":"studieneingangsphasen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=579","title":{"rendered":"Studieneingangsphasen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/entfernen.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-578\" title=\"entfernen\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/entfernen.jpg\" alt=\"entfernen\" \/><\/a><\/p>\n<p>Heute im Morgenjournal sprach Steven Soderbergh \u00fcber seinen neuen Film &#8220;Der Informant&#8221;. Er wundere sich nicht, dass Politiker l\u00fcgen, anders k\u00f6nnen sie nicht an der Macht bleiben. Vorher h\u00f6rte man ein Interview mit Thomas Wallerberger, dem stellvertretenden Vorsitzenden der \u00d6H.<\/p>\n<p>Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Herr Wallerberger l\u00fcgen m\u00f6chte, aber seine Aussagen sind mehrfach unwahr.<\/p>\n<p><a href='http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/wallerberger.mp3'>Thomas Wallerberger im Morgenjournal<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>Leider sind Studieneingangsphasen im Moment eben diese knock-out Geschichte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es <em>gibt<\/em> in bestimmten F\u00e4chern knock-out Pr\u00fcfungen. Und es gibt an der Universit\u00e4t Wien, den alten gesetzlichen Bestimmungen entsprechend, Lehrveranstaltungsgruppen, die als STEP bezeichnet sind. Beides hat konzeptuell nichts miteinander zu tun. Man kann, wenn man will, <em>jede<\/em> Lehrveranstaltung zum knock-out verwenden. In beinahe allen Studien an der Universit\u00e4t Wien ist die STEP <em>keine<\/em> Voraussetzung f\u00fcr das weitere Studium. <\/p>\n<p>Ab dem Studienjahr 2011 m\u00fcssen verpflichtende STEPs eingef\u00fchrt werden. Dazu aus den Erl\u00e4uterungen zur Regierungsvorlage:<\/p>\n<blockquote><p>Aus der gesetzlichen Umschreibung der Studieneingangs- und Orientierungsphase (Abs. 1) ergibt sich, dass sie dazu bestimmt ist, den Studierenden die M\u00f6glichkeit zu bieten, ihre Studienwahl zu \u00fcberpr\u00fcfen. Abs. 5 verdeutlicht diesen Charakter. Die mit ihr verbundenen Pr\u00fcfungen haben auf den f\u00fcr das Weiterstudium erforderlichen Wissenserwerb abzustellen. Sie d\u00fcrfen daher nicht so gestaltet werden, dass nur einer von vornherein bestimmten Anzahl von Studierenden (quantitative Zugangsbeschr\u00e4nkung) das Weiterstudium erm\u00f6glicht wird<\/p><\/blockquote>\n<p>Thomas Wallerberger behauptet weiters: <\/p>\n<blockquote><p>Studieneingangsphasen, die das Ziel haben, die Studierenden nach dem ersten Jahr zu halbieren oder zu vierteln sind versteckte Zugangsbeschr\u00e4nkungen &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>In Zukunft sind solche Regelungen gesetzlich nicht zugelassen. Die gegenw\u00e4rtige Situation sieht so aus: die STEPs der Kultur- und Sozialwissenschaften (um mich darauf zu beschr\u00e4nken) m\u00fcssen <em>nicht<\/em> absolviert werden, um weiterstudieren zu k\u00f6nnen. Hingegen fallen im ersten Jahr (gepr\u00fcft an der Statistik f\u00fcr 2007\/08) tats\u00e4chlich etwa ein Drittel der Studierenden weg &#8211; und zwar ohne irgendwie geartete Sanktionen im Anschluss an eine Studieneingangsphase.<\/p>\n<p>Es ist unzul\u00e4ssig, die schon sehr lange bestehende drop-out-Quote von einem Drittel im ersten Jahr als den vergangenen, gegenw\u00e4rtigen oder k\u00fcnftig zu erwartenden Effekt einer STEP zu bezeichnen.  Man kann das als falsche Information betrachten. Der Mann sitzt im Leitungsgremium der \u00d6H. Er m\u00fc\u00dfte es besser wissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute im Morgenjournal sprach Steven Soderbergh \u00fcber seinen neuen Film &#8220;Der Informant&#8221;. Er wundere sich nicht, dass Politiker l\u00fcgen, anders k\u00f6nnen sie nicht an der Macht bleiben. Vorher h\u00f6rte man ein Interview mit Thomas Wallerberger, dem stellvertretenden Vorsitzenden der \u00d6H. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Herr Wallerberger l\u00fcgen m\u00f6chte, aber seine Aussagen sind mehrfach<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=579\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[35,55,158],"class_list":["post-579","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hochschulpolitik","tag-basisdemokratie","tag-chutzpe","tag-senat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=579"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/579\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=579"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=579"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}