{"id":672,"date":"2010-04-27T23:46:22","date_gmt":"2010-04-27T22:46:22","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=672"},"modified":"2010-04-27T23:46:22","modified_gmt":"2010-04-27T22:46:22","slug":"aristoteles-und-rehabilitationstechnik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=672","title":{"rendered":"Aristoteles und Rehabilitationstechnik"},"content":{"rendered":"<p>Wie Aristoteles \u00dcberlegungen zur Sprache mit Shannons Kommunikationsmodell und dem Erkl\u00e4rungsmodell von Hilfsmittel f\u00fcr sprach- oder sprechbehinderte Menschen gepanscht wird und dass das manchmal halb so schlimm ist:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Drucken_als.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-676\" title=\"Drucken_als\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Drucken_als.jpg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"414\" \/><!--more--><\/a><\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Nun sind die (sprachlichen) \u00c4u\u00dferungen unserer Stimme Symbole f\u00fcr das, was (beim Sprechen) unserer Seele widerf\u00e4hrt, und unsere schriftlichen \u00c4u\u00dferungen sind wiederum Symbole f\u00fcr die (sprachlichen) \u00c4u\u00dferungen unserer Stimme. Und wie nicht alle Menschen mit denselben Buchstaben schreiben, so sprechen sie auch nicht alle dieselbe Sprache. Die seelischen Widerfahrnisse aber, f\u00fcr welche dieses (Gesprochene und Geschriebene) an erster Stelle ein Zeichen ist, sind bei allen Menschen dieselben&#8221; Aristoteles, Peri Hermeneias,\u00a0 16a 3-8<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein paar Folien aus einer Lehrveranstaltung \u00fcber &#8220;Kommunikations<em>technik<\/em> f\u00fcr behinderte und alte Menschen&#8221;:<\/p>\n<p><strong>Ideales Kommunikationssystem<\/strong><br \/>\n&#8211; Die von der Informationsquelle ausgehende und die vom Informationsempf\u00e4nger aufgenommene Nachricht und &#8230;<br \/>\n&#8211; das gesendete und das empfangene Signal<br \/>\nsind identisch.<\/p>\n<p>Erster Schritt: (gedankliche) Nachricht wird in Worte gefa\u00dft und in Phoneme encodiert.<br \/>\nZweiter Schritt: Artikulationsorgane werden angesteuert, Phoneme als Luftschwingungen ausgesendet.<br \/>\nEncoder: aus der abstrakten Nachricht wird eine Sequenz von Zeichen erzeugt.<br \/>\nSignalsender: Die Zeichen erhalten physikalische Gestalt, soda\u00df sie sich zur \u00dcbertragung eignen.<\/p>\n<p><strong>Codierung:<\/strong> Vorgang, durch den Gedanken in symbolische Formen (Zeichen, Codes) umgewandelt werden.<\/p>\n<p><strong>Abweichungen von dieser Idealform<\/strong><br \/>\n&#8211; Ein nicht-idealer (behinderter) Signalsender<br \/>\n&#8211; Das \u00fcbertragene Signal unterliegt auf dem\u00a0 \u00dcbertragungsweg St\u00f6rungen<br \/>\n&#8211; Ein nicht-idealer (behinderter) Signalempf\u00e4nger<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Wenn Menschen dadurch charakterisiert sind, dass sie Sprache haben, wie geht man mit der Tatsache um, dass es Menschen gibt, die nicht sprechen k\u00f6nnen?\u00a0 Willst du ihnen das Mensch-sein absprechen? (So wurde in der Vorlesung letztes Jahr Heidegger<a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/blog\/2010\/04\/27\/aristoteles-un&acirc;\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Aristoteles \u00dcberlegungen zur Sprache mit Shannons Kommunikationsmodell und dem Erkl\u00e4rungsmodell von Hilfsmittel f\u00fcr sprach- oder sprechbehinderte Menschen gepanscht wird und dass das manchmal halb so schlimm ist:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[67,155,168,169,209],"class_list":["post-672","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medienphilosophie","tag-drucken","tag-schreiben","tag-sprechen","tag-stil","tag-zeichnen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/672","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=672"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/672\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}