{"id":731,"date":"2010-10-08T00:15:58","date_gmt":"2010-10-07T23:15:58","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=731"},"modified":"2010-10-08T00:15:58","modified_gmt":"2010-10-07T23:15:58","slug":"wenn-die-konturen-verschwinden-zwei-instanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=731","title":{"rendered":"Wenn die Konturen verschwinden. Zwei Instanzen"},"content":{"rendered":"<p>Akademische Gemeinschaft. Einerseits ist sie gewillt und wird sie gedr\u00e4ngt, sich in lokale Bedingungen einzupassen. Andererseits erwartet man von Akademikerinnen, sich vermittels Argumente und unter Berufung auf Erkenntnisprozesse der nahtlosen Einpassung in ihre Umgebung und ihren Forderungen zu widersetzen: <em>Ich habe herausgefunden, dass&#8230; Es zeigt sich, dass&#8230;\u00a0 Die Studie\u00a0 hat ergeben, dass&#8230;<\/em><\/p>\n<p>a.) Diese Art der Wider-setzung wird, um es noch einmal zu sagen, erwartet. Sie wird von Medien aufgegriffen (public intellectuals) und konstituiert ein weltweites Feld der <em>scientific community<\/em> mit globalen Bedingungen. Es ist nicht unabh\u00e4ngig von den lokalen Gegebenheiten, doch es er\u00f6ffnet einen neuen argumentativen Spielraum zugunsten akademischer Institutionen &#8211; speziell, wenn es um das Budget geht:\u00a0 &#8220;Um im internationalen Vergleich mithalten zu k\u00f6nnen, brauchen wir von der \u00d6ffentlichkeit xyz Milliarden \u20ac.&#8221;<\/p>\n<p>b.) Gestern wurde ich per Mail gefragt, warum wir nicht eine Spendenaktion \u00e0 la <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Crowdfunding\">Crowd-Funding<\/a> f\u00fcr die \u00f6sterreichischen Universit\u00e4ten starten? Man kann seine Spende an einen bestimmten Zweck (Institut, Forschungsgruppe, Lehrveranstaltung) binden &#8211; und <em>guten Ideen<\/em> eine Chance geben. Anstatt Studiengeb\u00fchren: &#8220;Zahl, was du <em>willst<\/em>.&#8221; Unabh\u00e4ngig von der Mittelvergabepolitik der Entscheidungstr\u00e4ger in Universit\u00e4ten und des Ministeriums soll das (zahlungskr\u00e4ftige) Volk mitentscheiden, woran geforscht und gelehrt wird.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft <em>im internationalen Vergleich mithalten?<\/em> Was hei\u00dft <em>gute Idee<\/em>? Geht es dabei um Wahrheit, um Bed\u00fcrfnisbefriedigung &#8211; oder ist die Opposition zu flach?<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Im Bild eine andere Opposition, die von Leben und Arbeit, in einer merkw\u00fcrdigen Einheit.<\/p>\n\n<p>Man kann dar\u00fcber streiten, ob das gelungen ist \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel, n\u00e4her am Thema, ist die Symbiose zwischen der Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) und Logitech:<\/p>\n<blockquote><p>Logitech is opening a new research and development center \u2013 its largest worldwide \u2013 at EPFL. [&#8230;] There have always been interactions between the company and the university, and these have grown stronger with the years. Daniel Borel is a former student, and the outstanding success of Logitech is mainly due to the invention of the mouse, which came out of the research performed by Jean-Daniel Nicoud, a professor at EPFL. He developed the first prototype, equipped with a ball and sensors, in the 1970s and Logitech created a production model for Hewlett-Packard in the 1980s.<\/p>\n<p>Since then, Daniel Borel has actively supported the development of the university. In 2008, via the association Defitech \u2013 created with his wife \u2013 he donated 2.5 million Swiss francs to the future center for neuroprosthetics. A few days ago, the researchers demonstrated the prototype of a wheelchair that maneuvers by thought \u2013 artificial intelligence at the service of handicapped people.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nThis new level of cooperation between EPFL and Logitech will bring significant innovation for the future.<\/p><\/blockquote>\n<p>(<a href=\"http:\/\/actu.epfl.ch\/news\/a-logitech-research-center-opens-at-epfl\/\">Quelle<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Akademische Gemeinschaft. Einerseits ist sie gewillt und wird sie gedr\u00e4ngt, sich in lokale Bedingungen einzupassen. Andererseits erwartet man von Akademikerinnen, sich vermittels Argumente und unter Berufung auf Erkenntnisprozesse der nahtlosen Einpassung in ihre Umgebung und ihren Forderungen zu widersetzen: Ich habe herausgefunden, dass&#8230; Es zeigt sich, dass&#8230;\u00a0 Die Studie\u00a0 hat ergeben, dass&#8230; a.) 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