{"id":979,"date":"2011-09-01T11:06:55","date_gmt":"2011-09-01T11:06:55","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=979"},"modified":"2018-11-19T18:22:51","modified_gmt":"2018-11-19T18:22:51","slug":"geldverwendung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=979","title":{"rendered":"Geldverwendung (2)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/EintrittPferde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-980\" title=\"EintrittPferde\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/EintrittPferde.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"373\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zur Verdeutlichung der vorigen Bemerkungen \u00fcber Transaktionskosten das Beispiel einer Reiseabrechnung. Vom 5.-8.7. fand in Lecce (Apulien) die <a href=\"http:\/\/project-agora.eu\">Arbeitstagung eines EU-Projektes<\/a> statt, das ich koordiniere. F\u00fcr Flug, Aufenthalt, Verpflegung ergab das etwa 500.-\u20ac Kosten. Der Universit\u00e4t Wien kommen laut EU-Budget (f\u00fcr drei Jahre) 22.000.- \u20ac zu. Ich reichte das erforderliche zweiseitge Formular mit detaillierten Angaben zur Reise, die Kreditkartenabrechnung f\u00fcr das Flugticket und die Abschnitte der Boardingkarten ein, dazu die Hotelrechnung, mit der Bemerkung, dass ich am Wochenende (9.7.-10.7) privat in Lecce geblieben war.<\/p>\n<p>Die Verrechnungsstelle war nicht zufrieden.<!--more--><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wurde verlangt:<\/p>\n<ul>\n<li>eine vom eigenen Email-account abgesandte Nachricht, die die Kostenstelle enth\u00e4lt, um die \u00dcberweisung durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>eine Buchungsbest\u00e4tigung f\u00fcr den Flug<\/li>\n<li>ein Flugticket<\/li>\n<li>eine Erkl\u00e4rung der Differenz zwischen den gesamten und den von mir verrechneten Hotelkosten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Formular mit Stempel vom Institut enthielt die Kostenstelle. Wieso eine Best\u00e4tigung <em>und<\/em> das Ticket? Ein Ticket, das, wie man weiss,  sowieso nur ein zu Hause ausgedruckter Zettel ist. Und dann musste ich der Verrechnung noch erkl\u00e4ren, dass die dienstliche Reise bis zum 9.7. dauerte, weil ich am 8.7. kein Flugzeug mehr nach Wien bekommen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Wenn man das hochrechnet kommt man auf einen ziemlich hohen Anteil von teils gerechtfertigtem, teils fragw\u00fcrdigem und teils manifest sinnlosem Verwaltungsaufwand.<\/p>\n<p>Ich bereite gerade die Vorlesung des n\u00e4chsten Semesters vor, u.a. zur Modellierung elektronisch erfasster Texte. Dabei ist deutlich, dass alte Selbstverst\u00e4ndlichkeiten neu und tendentiell aufw\u00e4ndig rekonstruiert werden m\u00fcssen. Die Verrechnungsb\u00fcrokratie kann man &#8211; ich bin nicht uneinsichtig &#8211; als Sicherung von Transparenz und Vorbeugung gegen Korruption verstehen. Im Prinzip; aber in den obigen F\u00e4llen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Verdeutlichung der vorigen Bemerkungen \u00fcber Transaktionskosten das Beispiel einer Reiseabrechnung. Vom 5.-8.7. fand in Lecce (Apulien) die Arbeitstagung eines EU-Projektes statt, das ich koordiniere. F\u00fcr Flug, Aufenthalt, Verpflegung ergab das etwa 500.-\u20ac Kosten. Der Universit\u00e4t Wien kommen laut EU-Budget (f\u00fcr drei Jahre) 22.000.- \u20ac zu. 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