{"id":994,"date":"2011-09-22T07:21:58","date_gmt":"2011-09-22T07:21:58","guid":{"rendered":"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/?p=994"},"modified":"2018-11-19T18:21:58","modified_gmt":"2018-11-19T18:21:58","slug":"triest-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=994","title":{"rendered":"Triest"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/triestuni14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/triestuni14-300x152.jpg\" alt=\"\" title=\"triestuni1\" width=\"300\" height=\"152\" class=\"alignright size-medium wp-image-996\" \/><\/a><\/p>\n<p>Durch einen eigenartigen Zufall haben diesen Sommer drei Wiener Philosophen erstmals Triest besucht. Franz Wimmer traf ich mit seiner Frau auf der belebten Meerespromenade. &#8220;Der sieht nicht nur wie h.h. aus, er ist es tats\u00e4chlich!&#8221; An diesem stark frequentierten Ort a\u00dfen wir dann in einem Fischlokal eine erstklassige Dorade, preiswert und ohne alle &#8220;venezianischen&#8221; Unzuk\u00f6mmlichkeiten. Blo\u00df der obligate eint\u00e4gige italienische Bahnstreik st\u00f6rte die Wochenenderholung. Jedoch: Es fand sich ein Bus zum Nachtzug in Udine.<\/p>\n<p>Den dritten Philosophen in Triest traf ich im Internet. Martin Kusch ist eingenommen<br \/>\n<a href=\"http:\/\/univie.academia.edu\/MartinKusch\/Blog\/36120\/Thought-for-the-day-492011\"> vom Charme der Stadt <\/a> und schreibt vom <a href=\"http:\/\/univie.academia.edu\/MartinKusch\/Blog\/37294\/Thought-for-the-day-992011-\">gelungenen Urlaub<\/a>.<\/p>\n<p>Triest blieb mir undurchsichtig. Die Mischung aus historistischen Massivbauten und dem angrenzenden Meer ist singul\u00e4r. Die Stadt war die einzige maritime Handelsmetropole des Habsburgerreiches. Die Karriere von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pasquale_Revoltella\">Pasquale Revoltella<\/a>, einem steinreichen Kaufmann, der der \u00f6sterreichischen Wirtschaft die Idee des Suezkanals verkaufen wollte, bevor er in England und Frankreich gr\u00f6\u00dferes Interesse fand, passt gut dazu. Sein <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Museum_Revoltella\">Stadtpalais<\/a> ist ein s\u00fcdliches Gegenst\u00fcck <a href=\"http:\/\/villahuegel.de\/cms\/projekt01\/index.html\">zur Industriellenvilla Krupps in Essen<\/a>. Doch zur lokalen Architektur ist mehr zu sagen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Bauten aus der Zeit des Faschismus wirken wie Schmisse im Gesicht der Stadt. Die Universit\u00e4t (siehe die Bilder), das ehemalige Casa di Fascio und das SS-Hauptquartier aus der Zeit, als das Territorium den Nazis \u00fcbergeben wurde. Man hat den Eindruck, dass die bulligen Versicherungspal\u00e4ste des ausgehenden 19. Jahrhunderts in diesen Bl\u00f6cken ihrer Ornamente beraubt, modernisiert und vergr\u00f6bert wurden. Sie sind in ihrer demonstrativen Wucht nicht unsch\u00f6n, wohl aber unheimlich.<\/p>\n<p>Auf der <a href=\"http:\/\/maps.google.at\/maps\/place?um=1&#038;ie=UTF-8&#038;q=trieste+piazza+dell+unita+d'italia&#038;fb=1&#038;gl=at&#038;hq=piazza+dell+unita+d'italia&#038;hnear=0x477b6b4c77e76ea7:0x407098715917400,Triest,+Italien&#038;cid=87599092894211960\">Piazza dell&#8217;Unit\u00e0 d&#8217;Italia<\/a> proklamierte Mussolini 1938 den italienischen Antisemitismus. Noch 1941 konnten Schiffe nach Pal\u00e4stina gelangen. Triest blieb mir undurchsichtig.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/triestuni21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/phaidon.philo.at\/qu\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/triestuni21-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"triestuni2\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-997\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch einen eigenartigen Zufall haben diesen Sommer drei Wiener Philosophen erstmals Triest besucht. Franz Wimmer traf ich mit seiner Frau auf der belebten Meerespromenade. &#8220;Der sieht nicht nur wie h.h. aus, er ist es tats\u00e4chlich!&#8221; An diesem stark frequentierten Ort a\u00dfen wir dann in einem Fischlokal eine erstklassige Dorade, preiswert und ohne alle &#8220;venezianischen&#8221; Unzuk\u00f6mmlichkeiten.<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/quatsch.philo.at\/?p=994\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-994","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bric-a-brac"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/994","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=994"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/994\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2293,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/994\/revisions\/2293"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=994"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=994"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quatsch.philo.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=994"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}