Jargon-Training

Der Studienprogrammleiter für Philosophie versucht seit Monaten vergeblich, 12.000.- EUR für drei Lehraufträge aufzutreiben. Auf einer anderen Front findet Anfang Oktober des Jahres die “Lange Nacht der Forschung” statt. Dort ist Evaluation aktuell. Man sollte mit den entsprechenden Formulierungen vertraut sein:

Um die Qualität der Präsentationen für die BesucherInnen der ?Langen Nacht der Forschung? zu sichern, wurden alle eingereichten Projekte einem zweistufigen Bewertungsverfahren unterzogen.

In der ersten Phase bewertete eine international zusammengesetzte Jury, bestehend aus WissenschaftskommunikatorInnen und WissenschaftsforscherInnen, die Vorschläge nach folgenden Kriterien:

    Originalität und Innovationsgehalt des Vermittlungskonzeptes

    Originalität des Themas, Bezug zum Jahresthema

    Qualität der Dramaturgie / Inszenierung

    Qualität des Raumkonzeptes, des Präsentationsformats, Interaktivität

Auf Basis dieser Bewertungen hat das Kuratorium – zusammengesetzt aus VertreterInnen von Wissenschaft, Wirtschaft, Forschungsförderung und Kommunikation ? eine Empfehlung zur Teilnahme sowie zur Aufteilung der Fördermittel abgegeben:

Die Philosophie versteht sich offensichtlich gut auf dieses theatralische Geschäft. Ihre zwei Einreichungen wurden ausgewählt und werden mit jeweils bis zu 3.000.- EUR gefördert. Das ist — für einen Tag von 17-24 Uhr — die Hälfte des Geldes, das vom SPL für die Qualitätssicherung des Studiums nötig erachtet wurde.

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