Category: Theologie

“What that hair look like?”

 
Andreas Kirchner’s post raises a number of important questions. I shall, in this first reply, only touch on his initial comments on Mona Haydar and her account of wearing the hijab as a spiritual practice. This issue can itself be divided into several sub-topics. It is (1) a matter of personal concern, prompting Mona Haydar to write and perform (2) a highly successful rap song. Both of these aspects will be bracketed in my response, which approaches the phenomenon from a philosophicl angle. Haydar’s account touches some vital metaphysical issues deserving careful scrutiny.

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Drei Könige im Stimmbruch (1)

 

Ein Beitrag in drei Abschnitten:

 

Stilwechsel

Der Umbau der Bankfiliale dauerte beinahe zwei Jahre, mit eindrucksvollem Ergebnis. Keine Schalter zum Anstellen mehr; kein optisch abgetrennter Servicebereich; Laptops statt Stand-PCs für Bankangestellte. Eine frei im Raum positionierte Begegnungstheke, an der die Mitarbeiterinnen sich formlos um die Kundinnen kümmern, gleichzeitig eine Batterie von Selbstbedienungsgeräten im Seitentrakt. Ein grüner Wall und großformatige digitale Schautafeln als Wanddekoration.1 Der Zweck ist gleich geblieben, die Mittel wurden gründlich revidiert. Ähnlich bei Supermärkten und in Apotheken. Aber was ist, wenn sich das Sternsingen neu darstellt?

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  1. Siehe die Strategie dahinter.

Drei Könige im Stimmbruch (2)

 

Ein Beitrag in drei Abschnitten:

 

Zwischenstufen

Banken und Sternsingen kann man eigentlich nicht vergleichen. Große Konzerne planen die Reorganisation ihrer Serviceleistungen generalstabsmäßig; ein alter Brauch wie das Dreikönigssingen wird dezentral, in vielfachen Abwandlungen, praktiziert. Der Vergleichspunkt ist auf ein Thema eingeschränkt: die kreative Störung herkömmlicher Verhaltensmuster durch Design im Zeitgeist. Was ändert der Sternsingerrap an den Auftritten, die wir kennen? Ein Video wird die jährlichen Rundgänge nicht revolutionieren, aber es schafft einen neuen Vergleichsmaßstab. Es öffnet eine Schere zwischen mitgefilmten Auftritten realer Sternsingergruppen und der kunstvollen Projektion ihrer Formen und Ideen in die Welt der Video-Promotion.

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Drei Könige im Stimmbruch (3)

 

Ein Beitrag in drei Abschnitten:

 

Rap ist extrovertiert, das macht einen Hauptunterschied zwischen der Ästhetik der Krippenspiele und der pointierten Inszenierung des Neuen aus. So gesehen ist es Geschmackssache, ob jemand auf (oftmals verlegene) Besinnlichkeit oder kecke Aufmüpfigkeit anspricht. Eine Bereicherung des Formeninventars sind die Rapversionen allemal. Es kommt “Schwung in die Sache”. Das führt zurück zum Thema Modernisierung. Wer zahlt drauf beim Schwung? Ein Bedenken gegen die neuen Töne verweist auf die Beschaffenheit religiöser Erfahrung.

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es wird schon werden

 

Maria Kakogianni spricht Alain Badiou auf eine Besonderheit von Dialogen an1. Ihr Gelingen merkt man erst nach einem Zeitabstand – insofern unterscheiden sie sich von spontaner Übereinstimmung.

A. Badiou stimmt zu und bezieht es auf Platons Dialoge. Sie zielen auf universale Gültigkeit und können nicht im Voraus angeben, auf welchen Wegen sie das Ziel erreichen.

Le dialogue est une opération temporelle, et c’est en ce sens que Platon, via Socrate, parle des ‘longs détours’. Car le mouvement de construction d’un point à valeur universelle ne peut savoir d’avance par quels chemins particuliers il faudra passer. 2

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betriebsblind?

Vor einiger Zeit ist ein Gespräch mit Anke Graneß in die Philosophische Audiothek aufgenommen worden. Unter dem Titel “Weltweite wirtschaftliche Gerechtigkeit” ging es um einen Artikel, den Frau Graneß publiziert hatte: “Is the debate on ‘global justice’ a global one? Some considerations in view of modern philosophy in Africa”. Den Titel der Sendung hätte man vielleicht mit einem Fragezeichen versehen können. Allerdings wurde gleich zu Beginn betont, dass die Debatte über globale Gerechtigkeit einseitig im europäischen und US-amerikanischen Raum konzentriert ist. Das reichte nicht, um eine massive Kritik zu verhindern.

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Gott ist tot. Mini-Transzendenz und Aufmerksamkeit

Zuletzt erschien ein Podcast in der Philosophischen Audiothek, der einen Vortrag von Ernst Tugendhat von 2002 neu kommentiert:

Den Ausgangspunkt bildet die durch Nietzsche zugespitzte Aussage “Gott ist tot”, und dadurch die Erkenntnis, dass der Bezug auf Übernatürliches nicht (mehr) wesentlich zum Menschen dazugehört und ihn bewegt. Was bleibt ist: Menschen gehen, so der Titel des Podcasts, über sich hinaus. Zwischen einem selber und Gott gibt es ein weites Feld für Überschreitungen, das zwar nicht übernatürlich ist, aber auch nicht völlig vereinnahmt werden kann. Auf dieses Feld zielt die immanente Transzendenz ab, dessen Ausgestaltung im Podcast erörtert wird. Ich verharre in diesem Blogpost erst einmal beim Ausgangspunkt und lasse dann meine Lektüre zu Michel de Certeau, Pierre Manent, und einen Veranstaltungsbesuch über die Generation Y miteinfliessen, um zu sagen: Die immanente Transzendenz enthält keine inhaltliche Vorgabe, wohin die Reise geht. Sie stellt uns vor Herausforderungen, wenn es um die Bildung einer gemeinsame Stimme geht, die für eine Sache fortschreitet. Dieser Mangel kann durch mächtige Interessen (z.B. ökonomisch oder politisch) ausgenutzt werden.


 

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“Anstößig ist die Lokalisierung”

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(c) Agnes Prammer – Happiness is here (January 2016, Tokyo)

“Anstößig ist die Lokalisierung”, schreibt Herbert Hrachovec zwei Blog-Posts vorher. Er nimmt Bezug darauf, wie eine seiner Studentinnen (m/w) ihre Anregung zur Lehrveranstalltung in die Tat umsetzte. Statt darauf zu warten, dass die Lehrperson die hiesige Lernplattform modifiziert, verwendet die Teilnehmerin eine existierende Facebook-Gruppe um ihren Vorschlag gleich in Gang zu setzen. Dadurch erhielt sie eine größere Leserschaft – größer als der Kreis des an Teilnehmern beschränkten Seminars und konnte außerdem ihrem Impuls sofort nachgehen. Die Lehrkraft weist darauf hin, dass Facebook nicht der geeignete Ort ist, ein Seminar zu organisieren: Die Kräfte gehören lokal gebunden.

Es folgen Überlegungen die nahelegen, die Begriffe Immanenz, Transzendenz und Offenbarung im Licht von Smartphones, Cloud Computing und Immigration neu zu denken.

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All inclusive? Zwei Exzesse.

Gestern sprach Christian Kern bei der Regenbogenparade in Wien. Der gemeinsame Feind sei der Hass, die Intoleranz und die Gewalt. Und was wir brauchen ist ein “wir” in dem alle inklusive sind. Zugestanden, eine zielgruppenspezifische Rede. Sie gibt Anlass zu Überlegungen.

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Die Alternative zwischen dem alle inkludierenden “Wir” und dem “Wir”, das durch den Hass auf andere entsteht, ist eine Verengung der Sicht, eine politische Vereinfachung der individuellen Möglichkeiten. Auch wenn der Versuch der Inklusion ein vernünftiger ist, den jeder Projektleiter angeht, um sein Team auf eine Linie zu bekommen. Man kann in einem Land, das der Staat zu verwalten hat, nie alle inkludieren. Darum ist die individuelle Haltung wichtig.

Ein Umweg über die Sufi-Mystikerin Rabi’a aus dem 8. Jahrhundert kann den Blick modifizieren (und problematisieren).

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