Zielvereinbarungsgespräche

In dieser Woche beginnen die Zielvereinbarungsgespräche, in denen das Rektorat mit den Vertreterinnen (m/w) der Fakultäten den Finanz- und Planungsrahmen für das nächste Jahr festlegt. Die Treffen sind auf 3-4 Stunden angelegt und erstrecken sich bis Anfang Dezember.

Zur Vorbereitung ist den Fakultäten Datenmaterial und damit verbundene Fragen zum Studium und zur Stellungnahme zugeleitet worden. In diesem Zusammenhang wird auch die Datenerhebung zur “Wissensbilanz”, welche das Ministerium von den Universitäten fordert, komplettiert.

Die Zielvereinbarungen sind erheblich mehr, als ein Finanzverteilungstreffen. Sie erweisen sich als das wichtigste Steuerungsinstrument, mit dem das Rektorat auf die Gestaltung der Fakultäten Einfluss nimmt. Sie haben unter anderem wesentliche Auswirkungen auf die Lehre.

Nachdem in der letzten Runde dieser Gespräche die Dekane (m/w) eher kurzfristig mit Fragen der Lehrplanung konfrontiert wurden (zwecks Planerfüllung der Bologna-Implementierung), hat man diesmal von vornherein die SPLs mit einbezogen. Sie erhalten die einschlägigen Unterlagen und können ihre Pläne vorlegen. xDCber diesen Kontakt soll auch der Status von eLearning-Projekten an den Fakultäten erhoben werden. In einigen Fällen hinken Studienrichtungen deutlich hinter dem Zeitplan zur Bologna-Umstellung nach. Es ist daran gedacht, diese Defizite in den Zielvereinbarungsgesprächen zu monieren.

Die Anteilnahme der Fakultätsmitglieder an diesen Vorgängen hält sich, soweit ich sehe, in Grenzen. Der Vorgang wird als administrativer Ablauf gesehen, den die Dekanate allenfalls mit Bitten um Stellungnahme zu Einzelfragen in ihrem Bereich kommunizieren. Wer hat schon Zeit und die Befugnis, sich diese Daten/Fragen durchzusehen und zu diskutieren? Eigentlich wäre das eine Agenda der Fakultätskonferenzen, aber man kann sich vorstellen, dass die Dekane (m/w), die ihnen derzeit vorstehen, andere Sorgen haben, als ein Treffen einzuberufen, das ihren sowieso schon gedrängten Arbeitsplan weiter kompliziert.

Es würde freilich zur Kohäsion der Fakultäten beitragen und die Motivation der Wissenschaftlerinnen (m/w) stärken.

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