Tag: daten

If Libussa had a Blockchain

The hesitant Austrian writer Franz Grillparzer and his drama “Libussa” from 1848 inspired Herbert Hrachovec and Walter Seitter at the end of a podcast to diagnose contemporary democracies and the role of money. That diagnosis could benefit from a reference to recent developments in monetary systems by bitcoin and blockchain. And the other way around: The “elimination of middlemen” through cryptography and peer to peer networks is an idea that can benefit from hesitation.

 

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plain text

ASCII was very carefully designed; essentially no character has its code by accident. Everything had a reason, although some of those reasons are long obsolete.
kps

As digital natives we tend to take for granted the significant efforts of intelligence that enabled the global tech revolution. Here is one small detail about ASCII control characters, which are for example still used to some extend in terminals (ssh).

What we can learn here is compactness and elegance. But let’s not transfigure the past. Maybe it’s a lesson about the temptations of universality.

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Zur Raum- und Ressourcenfrage

Im Kontext der Debatte um Studienplatzfinanzierung und Zugangsbeschränkungen wird oft ein reziproker Zusammenhang zwischen Studierendenzahl und Qualität des Studiums hergestellt, etwa: Bei einem schlechten Betreuungsverhältnis kann man keine gute Lehre machen, darum sind Zugangsbeschränkungen notwendig. Das mag für gewisse Formate von Lehrveranstaltungen (etwa ganz krass bei Übungen ab dem zweiten Studienjahr des Medizinstudiums, nachdem ein Grundstock des Faktenwissens aufgebaut wurde und wo es um praktische Belange geht, die am Besten mit individueller Anweisung gelernt werden) zutreffen. Doch ein großer Teil von Zeit- und Geld-Ressourcen wird momentan verwendet, jedes Jahr dasselbe Programm durchzuziehen, völlig unabhängig von Studierendenzahl und aktuellen Entwicklungen, oder Wortmeldungen der Studierenden.  Das ist gar keine Kritik am Inhalt sondern eine Frage, ob Lehrende einer Universität auf diese Art ihre Zeit und Energie verwenden sollten? (Man könnte böse gesagt von Rationalisierungsmaßnahmen sprechen; jedoch verlöre niemand seinen Job: Man hätte mehr Zeit für so dringend benötigte Dinge, nämlich individuelle Betreuung und Forschung bzw. forschungsnahe Lehrveranstaltungen)

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Big Brother Awards

Meine Entdeckung bei der Big Brother Awards Gala war die Ästhetik der “security professionals”. Sie traten in zwei Varianten auf. Erstens standen sie wirklich beim Bühneneingang und wachten darüber, dass niemand unbefugt in die Garderobe eindrang. Und zweitens wurden sie auf der Bühne aufgeboten, mit dem entsprechenden schwarzen Anzug, dem Knopf im Ohr und der autistischen, entrückten Attitüde. Erstmals wurde mir verständlich, was daran attraktiv sein kann. Früher waren das die Löwen rechts und links von der Schlosseinfahrt, oder das Garderegiment, das vorbei defiliert. Kastraten des Geschehens, symbolisierte Bodyguards, die sich von Jenseits in die Verhältnisse einpflanzen.

Der Ablauf selbst ist in einem Tondokument festgehalten.

ab die Post

Gestern abends gab es die Big Brother Awards. Eine Preisverleihung an Personen und Institutionen, die sich besonders um die Verletzung des Datenschutzes “verdient” gemacht haben.

Mein Bezugspunkt war der Nachsendeauftrag der österreichischen Post.
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In diesem Formular wird das Geburtsdatum und der Geburtsort der Antragstellerin abgefragt.

Im Kleingedruckten findet sich ein Passus, in dem man die Weitergabe der Information an Dritte untersagen kann. Der Post ist allerdings nicht aufgefallen (oder unwichtig), dass es keine Mittel gibt, diese Option online anzukreuzen.

Und wirklich scherzhaft ist die Begründung der Post für ihren Informationszugriff. Sie sagt, dass an einer Adresse ja zwei Generationen einer Familie leben können, Josef Gruber Vater und Sohn. Die Post verschweigt uns allerdings, wie sie anhand einer Adresse “Josef Gruber” herausfindet, welcher von beiden gemeint ist.

Vom Konsument zum Teilnehmer. Eine neue Ökonomie?

Wolf Lindstrot gab ein interessantes Resümee der Ars Electronica in Linz bei netzpolitik.org. Die Indizien für einen gesellschaftlichen Umschwung mehren sich, insofern man immer öfters Forderungen, Versuche und Beiträge findet, die zum Thema haben, interaktivere, dynamischere Strukturen auf der Basis von Vernetzung zu realisieren und dadurch Kooperation mit den Teilnehmern erschließbar machen soll.

Auf YouTube werden Videos und Audios auf kreative Weise modifiziert, gemixed und parodiert (man spricht von der ReMix-Kultur). Was von einem wütenden Aufschäumen, Verklagen und Verfolgen, zu hohen Verlusten und Resignation der Film-&Musikindustrie geführt hat, mündet jetzt langsam in eine Gesprächsbereitschaft über die neuen Systeme. Man sieht sich nach alternativen Geschäftsmodellen sowie rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen um, die die kreativen Tätigkeiten von jenen Leuten, die vormals von den Unternehmen als passive Konsumenten eingestuft wurden, als Produzenten und Teilnehmer ernst nimmt und in die Infrastruktur miteinschließt.

Die „junge Generation“ will nicht mehr nur passiv konsumieren, sondern partizipieren, sich selbst ausdrücken, Vorgefundenes remixen und die Ergebnisse mit anderen teilen. Und die kritische Masse ist erreicht: Produktion und Vertrieb von kulturellen und wissenschaftlichen Erzeugnissen sind durch die Entwicklung der Technik und der Vernetzung so einfach geworden, dass die alte Spaltung in wenige professionelle Medien- und Kultur- ArbeiterInnen einerseits und die große, konsumierende Masse andererseits aufgehoben ist. Wir leben in einer Wissensgesellschaft, die eine Ökonomie des Teilens braucht, um des kulturellen, wissenschaftlichen und ökonomischen Fortschritts willens. Deshalb müssen, nachdem die Praxis im Internet Fakten geschaffen hat, endlich Wirtschaft, Politik und Gesetzgebung angepasst werden.

Auf der anderen Seite hat man gar keine Freude damit, wenn irgendjemand oder irgendetwas (z.B.: ein Algorithmus zur Erschließung der Inhalte für personalisierte Werbung) mit seinen IP-Adressen, Geburtsdaten, Kontonummern oder E-Mail-Inhalten herumpanscht (“Data-Mining”, Handel, etc.). Über diese Art von Eigentum will man dann (verständlicherweise?) doch noch seine eigene Verfügungsgewalt haben.

Zwei der großen Themengebiete, die die Online-Community beschäftigt: Geistiges Eigentum und Datenschutz. Geistiges Eigentum abschaffen und Datenschutz-Rechte forcieren? Diese Rechnung wird meiner Meinung nach ohne Kompromisse nicht aufgehen. Wenn man teilen will, wird man auch etwas von sich verraten (müssen). Im Netz ist es zwar immer möglich, seine Identität zu verschleiern, doch der durchschnittliche User achtet nicht darauf. Im Gegenteil: Manchmal schätzt er es sogar, wenn Amazon die richtigen Bücher für einen vorschlägt oder Google hiesige Reisebüros für deinen Urlaub parat hat, den du soeben deinen Freunden jubelnd per GMail verkündet hast.

Zielvereinbarungsgespräche

In dieser Woche beginnen die Zielvereinbarungsgespräche, in denen das Rektorat mit den Vertreterinnen (m/w) der Fakultäten den Finanz- und Planungsrahmen für das nächste Jahr festlegt. Die Treffen sind auf 3-4 Stunden angelegt und erstrecken sich bis Anfang Dezember.

Zur Vorbereitung ist den Fakultäten Datenmaterial und damit verbundene Fragen zum Studium und zur Stellungnahme zugeleitet worden. In diesem Zusammenhang wird auch die Datenerhebung zur “Wissensbilanz”, welche das Ministerium von den Universitäten fordert, komplettiert.

Die Zielvereinbarungen sind erheblich mehr, als ein Finanzverteilungstreffen. Sie erweisen sich als das wichtigste Steuerungsinstrument, mit dem das Rektorat auf die Gestaltung der Fakultäten Einfluss nimmt. Sie haben unter anderem wesentliche Auswirkungen auf die Lehre.

Nachdem in der letzten Runde dieser Gespräche die Dekane (m/w) eher kurzfristig mit Fragen der Lehrplanung konfrontiert wurden (zwecks Planerfüllung der Bologna-Implementierung), hat man diesmal von vornherein die SPLs mit einbezogen. Sie erhalten die einschlägigen Unterlagen und können ihre Pläne vorlegen. xDCber diesen Kontakt soll auch der Status von eLearning-Projekten an den Fakultäten erhoben werden. In einigen Fällen hinken Studienrichtungen deutlich hinter dem Zeitplan zur Bologna-Umstellung nach. Es ist daran gedacht, diese Defizite in den Zielvereinbarungsgesprächen zu monieren.

Die Anteilnahme der Fakultätsmitglieder an diesen Vorgängen hält sich, soweit ich sehe, in Grenzen. Der Vorgang wird als administrativer Ablauf gesehen, den die Dekanate allenfalls mit Bitten um Stellungnahme zu Einzelfragen in ihrem Bereich kommunizieren. Wer hat schon Zeit und die Befugnis, sich diese Daten/Fragen durchzusehen und zu diskutieren? Eigentlich wäre das eine Agenda der Fakultätskonferenzen, aber man kann sich vorstellen, dass die Dekane (m/w), die ihnen derzeit vorstehen, andere Sorgen haben, als ein Treffen einzuberufen, das ihren sowieso schon gedrängten Arbeitsplan weiter kompliziert.

Es würde freilich zur Kohäsion der Fakultäten beitragen und die Motivation der Wissenschaftlerinnen (m/w) stärken.