Soundcourses

Gestern hörte ich Yochai Benkler auf einem Podcast über die Schönheiten der Wissensakkumulation im Web sprechen. Ich dachte: Ja gut, kenne ich. “Evangelism”. Dann erreichte mich eine Mail. Markus Heinbach hat ein “stream magazine” SoundCourses eingerichtet und offeriert meine gegenwärtige Vorlesung:

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Das kann die Philosophische Audiothek natürlich auch, aber lange nicht so stilvoll. Und mit der Jukebox kann sie es nicht aufnehmen.

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Hier eine kleine Glosse Über Netzwerk und Virtualisierung.

Am Institut für Philosophie ist seit Mitte der 90-er Jahre eine Datenbank eingerichtet, in der Eckwerte des Personals sowie Diplomarbeiten und Dissertationen aufgezeichnet sind. Sie wurde auf einem MacIntosh mit dem Programm Filemaker angelegt und soll im Intranet zugänglich sein. Macs waren immer teurer als PCs und zu diesem Zeitpunkt war die Internetanbindung (vor allem für Server) fehlerhaft. Glücklicherweise gab es Filemaker auch für Windows. Also wurde migriert.

Eine allgemeine Orientierung Über die Verhältnisse gibt dieses “Dossier.

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Prächtig

Das Bild zeigt, so erfahren wir im zugehörigen Text, eine Studentin der Veterinärmedizin. Der Titel der Geschichte: Prächtig trächtig.

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Es handelt sich um die farbenfrohe Verlagsbeilage der Programmzeitschrift FALTER für die letze Woche: “Durst. Seitenweise Studentenfutter”. Kaum hatte ich mich vom umwerfenden Wortwitz der Überschrift erholt, folgte ein weiterer Schock.

Die dritte Spalte bietet ein Inserat der Universitätsbibliothek. Ausschnitte des Textes:

Universitätsbibliothek Wien

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Heideggers “Der Ister” (1)

Eine faszinierende Idee der beiden Filmemacher David Barison und Daniel Ross, Heideggers Vorlesung über Hölderlins Donau-Hymne (aus 1942) in einem Film aufzugreifen: Der Ister. Bilder der Gegenwart und zeitgenössische Kommentare werden dem Heideggerschen Text gegenübergestellt. Der Beginn der Vorlesung ist hier zu lesen.

Schon am Anfang des Films stimmt etwas nicht, nämlich der Anfang. Er bietet das erwartete Bild. Nach einer Ente und dem Titel:

Dazu Musik von Bruckner. Das passt weder zum Wortlaut, noch zum Duktus des Gedichtes, das mit dem Feuer beginnt: “Jezt komme, Feuer!”. Die Donau beginnt eben bei der Quelle. Sie gießt, in dieser Darstellung, ihr Wasser über das Feuer.

Wikipsychologie

Oft ist die Rede davon, dass die Freiheit des Schreibens in Wiki-Webs der Sache zu Gute kommt. Man kann damit aber auch auf unerwartete Weise Charaktereigenschaften zu erkennen geben, die besser verborgen blieben.

Zum Beispiel: wo schreibt man die eigene Lehrveranstaltung hin, wenn man sie auf einer Liste einträgt? Es gibt Personen, die setzen sich an den Anfang, andere fügen den Eintrag den bestehenden hinzu.

Transaktionskosten

Eine kluge Bemerkung, die ich gestern gelesen habe: Wikis reduzieren die Transaktionskosten für Information praktisch auf Null. Als Beispiel kann man meinen eben im ORF erschienen Text zu Toleranu und Krieg zitieren. Der braucht einen großen Apparat, Büros, Werbung und Renommee, damit er unter die Leute kommt. Es dauerte einen Tag, und das war wegen der Aktualität sehr rasch. Wenn ich den Beitrag im Vergleich dazu ins Wiki gestellt hätte, wäre er ohne Zeitverzug und administratives Overhead erschienen.

Man sieht daran allerdings auch, dass es nicht so einfach ist. Die Publizität im ORF ist größer, die Zeit, die ich in den Erwerb der Kenntnisse in Systemverwaltung investiert habe, muss man auch dazunehmen. Interessant ist jedenfalls die Frage, wie sich Verbreitung von Inhalten in Wikis (“impact”) zu jener in den konventionelleren, trägerenn Publikationsformen verhält.

Plötzlicher Ausfall

Im Seminar “Ausbildungsformen der Wissensgesellschaft” diskutieren wir zur Zeit Über die “Zumutung”, in einer philosophisch-pädagogischen Veranstaltung TCP-Protokolle zu behandeln. Ein kleines Beispiel dazu.

Mehrfach berichten Studierende, dass sie in einer Lernplattform, oder im Wiki, etwas beitragen wollen – wenn sie auf “Absenden” drücken, verschwindet der Text aber in den Orkus. Mir war längere Zeit nicht klar, was das Problem ist, mittlerweile bin ich draufgekommen, dass es sich in der Regel um ein timeout darum handelt. Die Schreiberinnen lassen sich zu lange Zeit, ihren Beitrag zu Überlegen und sind dann ausgeloggt.

Natürlich kann man dem mit einem einfachen Tipp begegnen. Aber die Sache ist doch reichhaltiger. Es geht um eine Besonderheit der InformationsÜbertragung im digitalen Raum. Man tippt eben weder in die Schreibmaschine, noch in die Textverarbeitung.