Begriff und Eingriff

welt * label

Angenommen, die Wissenschaft von den Situationen ist die radikalste Situation, eine die die allgemeinste Gegebenheit, das Gegeben-sein selbst, auf den Begriff bringen will, umgrenzt von Axiomen und organisiert vom Regime des strukturierten Ausdrucks. Genau hier,  durch den höchstmöglichen Grad der Rasterung, lässt sich explizieren, dass jede Ganzheit (jede Totalität der Struktur) ein Ergebnis ist, das (ungefragt) durch einen (fachgerechten?) Eingriff wiederbelebt und weiterentwickelt werden kann.

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Die Anwesenheit der Abwesenheit

Es gibt eine, im Moment sehr populäre, Koch- und Esskultur. Weniger verbreitet ist die Fastenkultur, obwohl auch dafür Expertinnenkurse angeboten werden. Ähnlich steht es mit “sein” und “nein”. Ontologien sind beliebt, aber die Aufmerksamkeit auf die Subtilitäten der Verneinung ist gering. Vor einiger Zeit hörte ich im Radio:

Denken Sie an die fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen, die wir haben.

Ein Kindergarten ist halbwegs gut definiert. Er läßt sich errichten und besuchen. Dagegen ist schwer zu sagen, was speziell fehlt, solange niemand auf die Idee eines Kindergartens gekommen ist. Die Lösung liegt auf der Hand, sobald man über den Begriff verfügt: eben ein Kindergarten. Kein Kindergarten lautet die Beschwerde. Das Problem damit ist ebenfalls offenbar: um so präzis zu sein, braucht man die Bestimmtheit des Kindergartens.

Die Beschwerde hängt an der Vorgabe des Gegenstands, dessen Fehlen die Wortmeldung gilt. Und schnell wird daraus ein “Gegenstand”, den jemand “hat”, obwohl es ihn nicht gibt.

Jon Stewart spielt den Umstand in seiner “Daily Show” vom 13.12. an einem politischen Beispiel durch. Ein Familienverband in Florida protestierte, weil ein öffentlicher Sender den Alltag von Muslims nicht als terroristisch dargestellt hat.

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Typumwandlung für den Heideggerianer. Ein Versuch.

Am Anfang des Studiums kam mir, dass eine akademische Informatik, die sich gegen den ingenieurhaften Fleckerlteppich ein wenig abschottet, überzeugendere Argumente für den Versuch hätte, dem Forschungsobjekt Computer allgemein relevante Erkenntnisse abzugewinnen. Das mag zutreffen, doch wie verhält es sich mit dem Know how? Mit meiner aktuellen Forschung, die Nahe an der Informatik als Ingenieurkunst ihren Aufenthalt hat, kam mir der Gedanke, dass wir Acht geben müssen, welche materiellen und handgreiflichen Prozesse diese Wissenschaft über dem Wasser halten.

 

void castZuhandenheit(void* zeug) {
        Smartphone* meinHandy;
        meinHandy = (Smartphone*) zeug;
        printf("Mein Handy %s kostet: %d EUR.", meinHandy->name, meinHandy->preis);
}

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