Man soll alten Zeiten nicht ungebührlich nachtrauern. Peter Rastl war jahrzehntelang ein innovativer und liberaler Leiter des Zentralen Informatikdienstes. Der 2.Stock des Neuen Institutsgebäudes war einladend, viele Türen standen offen. Die Gelegenheit, kurz einmal Rat zu holen habe ich öfters genutzt.
Der Gang, an dem die Büros der Bediensteten liegen, ist nun gesperrt. Die Zugangstüren ziert ein plakatives Nicht-gegen-die-Einbahn Zeichen. Das gibt eine interessante Logik: Der Gang ist Einbahnstraße in beide Richtungen. Heads I win, tail you lose. Eine Rauminszenierung der Verweigerung.
Für die Benutzerinnen ist die Sperrung ein Ärger. Um von den PC-Räumen zum Helpdesk zu kommen, müssen sie jetzt vom 2.Stock ins Erdgeschoss, dann das NIG durchqueren, dann wieder in den 2.Stock. Aber das ZID hat dieselben Privilegien erhalten, wie das Controlling oder das Internationale Forschungsservice: Du kommst nicht mehr ohne Gegensprechanlage hinein.
Man soll alten Zeiten nicht ungebührlich nachtrauern. Man soll Verluste nicht verschweigen. Ein paar dunkle Gänge mehr.