“carefree usage by hiding complexity”

kopod

 

Andreas Kirchner diskutiert (im vorletzten Beitrag) das Verhältnis von glatter Oberfläche und dahinter liegenden Kräfteverhältnissen am Beispiel gebräuchlicher Textcodierungen im Internet. Ich illustriere das Thema anhand einer Episode aus meinem laufenden Seminar über Podcasts.

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Geschäftsmodell Eitelkeit

Gewöhnlich zeigt mir Google, wenn ich einen erkärungsbedürftigen Terminus nachschlage, auf der ersten Seite zumindest einen Wikipedia Eintrag. Nicht so für “Video Sales Letter”, da taucht die Enzyklopädie erst auf der 4. Seite auf — und dort nur mit “Sales Letter”, ohne Video. Eine schmerzhaft US-amerikanische Propaganda für das Video Sales Letter Formula steht in der Suche ganz oben.

Ich suchte nach einer Erklärung zu diesem Thema, denn ein Kollege hatte im Seminar “Podcasts philosophisch” unter Rückgriff auf Plato eine Satire auf diese Werbeform produziert:
Dihairesis. Deine persönliche Blaupause zur Begriffsbestimmung. Die wichtigste Regel für solche Einschaltungen scheint zu sein, die Konsumentinnen nicht durch Kontrollknöpfe in den Ablauf der Werbung eingreifen zu lassen, die ohne Aufforderung (auto-play) abgespiet wird.

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plain text

ASCII was very carefully designed; essentially no character has its code by accident. Everything had a reason, although some of those reasons are long obsolete.
–kps

As digital natives we tend to take for granted the significant efforts of intelligence that enabled the global tech revolution. Here is one small detail about ASCII control characters, which are for example still used to some extend in terminals (ssh).

What we can learn here is compactness and elegance. But let’s not transfigure the past. Maybe it’s a lesson about the temptations of universality.

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“Alternative Fakten” und Bruno Latour

trumpobama

Es wurde behauptet, dass es sich bei Donald Trumps Inaugurationsfeier um die größte Feier dieser Art gehandelt hat. Dagegen spricht das Foto, das zeigt, dass Obamas Publikum bei der Inaugurationsfeier wesentlich zahlreicher war als Trumps Publikum. Wie steht es nun um die Fakten? In diesem Eintrag soll der Versuch gemacht werden, diese Frage mit Bruno Latour, speziell seiner Ansicht zur “Kritik”, zu beantworten.

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Komplikationen, Kompilationen

Adventtuer 2016

Die Einladung zu einem Weihnachtsessen mit Musik hat die folgende Tonspur hervorgebracht. Ein Rückgriff auf Nestroy und das Wiener Kabarett der Zwischenkriegszeit, um Fluchtbewegungen und Welterschütterung ins Wohnzimmer zu bringen [1. Die Folge der Interpreten: Kurt Sowinetz – Hermann Leopoldi – Franz Imhoff – Kurt Sowinetz – Hermann Leopoldi.]

RBTV, der “Chad” und Schiller

rbtvchat

(Bildquelle: https://twitter.com/__gngr)

 

In diesem Beitrag wird die Herangehensweise an “Interaktivität” zwischen Sendungsmachern und Zuschauern des Internetfernsehsenders Rocketbeans.tv (RBTV) als Fallbeispiel herangezogen, um eine neuartige Rolle des “Chats” vorzustellen. Diese neue Funktion wird mit den Gedanken Friedrich Schillers zum Chor in der griechischen Tragödie in Bezug gesetzt, wie sie der Autor in der Vorrede zu dem Werk Die Braut von Messina oder Die feindlichen Brüder formuliert hat.

 

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Something changed (in the kitchen: steaming mushrooms)

In the late afternoon today, I started reading Sam Gillespie’s “The Mathematics of Novelty: Badiou’s Minimalist Metaphysics“. The book starts with the simple sentence “Change is a constant of being”, followed by an attempt to make the statement evident with examples: Evolving organisms, an individual that suddenly joins a religious movement, an artist that created a significant piece of art.

One aim of philosophy is to find the conditions under which something new is produced. How to start? With worldly things; with conceptual thoughts; both?


I am looking at my quite new “pure essentials” steamer. Currently, it steams rice and mushrooms. It has a flavour booster which contains spices: Curry. The steam takes up the spices and when flowing through the ingredients of rice and mushrooms, it modifies it’s consistency and it’s original taste.

pure_essentials

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Situation, Ereignis, ohne Pathos

ep3

 
Der Tag begann mit einem Kapitel aus Sam Gillespies The Mathematics of Novelty: Badiou’s Minimalist Metaphysics[1. Eine kompromisslos kompakte Studie, die dem Autor, der sich 2003 umgebracht hat, 2005 ein Doktorat an der University of Warwick einbrachte.] Ärger machte sich breit, denn diese Darstellung folgt den bedenklichsten Impulsen der Philosophie. In hyperabstrakten Begriffen zelebriert sie ganz einfache Verhältnisse. Sie folgt darin Alain Badiou, der herkömmliche Umstände “Situationen” nennt, die durch “Ereignisse” erschüttert werden, und zur Analyse dieses Vorgangs “die Leere”. “das Sein” und “suture” heranzieht[2. “Events … signal breaks in situations as such: they bring the void, with which any situation is sutured to being, to the fore.” a.a.O. S. 11]. Dann aber funktionierte mein Open Access Archiv Sammelpunkt nicht mehr.

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Strandszene

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Ein vor 10 Jahren verfasster Text “Katastrophen 1906/2006” war durch einen Tsunami im indischen Ozean ausgelöst. Die Reaktion auf Naturkatastrophen enthält neuerdings auch ihre live Dokumentation, bis zum Extremfall, in dem eine Kamera, deren Besitzer ertrunken sind, ans Land gespült wird. Weiter kann Reality-TV nicht mehr gehen. Das Publikum betrachtet in Bildern die Überwältigung der Photographinnen durch den Tod.
 
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