Nochmals: Seeblick

Hans Pechar hielt gestern am “Center for Teaching and Learning” die friday lecture zum Thema „Humboldt in der Massenuniversität? Vom Elend der neuhumanistischen Bildungsreligion“. Seine Überlegungen erinnern an die Geschichte vom kleinen Jungen, der auf der Straße einen Würdenträger sieht: “Aber der ist doch nackt!” Ähnlich entwaffnend waren zwei Bemerkungen, mit denen er den gewöhnlichen Schwulst der Bildungsdebatte durchschnitt.

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Angst machen

“mein Name ist XY und ich habe in Ihrer VO-L 180185 Cyberplatonismus einen Platz bekommen, kann nun aber zum ersten Termin aufgrund von gleich zwei Prüfungen nicht erscheinen.


Müssen Sie nun meinen Platz an jemand anderen übergeben, oder kann ich trotzdem an der VO-L teilnehmen, wenn ich nur diesen einen Termin versäume?

Ich entschuldige mich schon im Vorraus für entstandene Unannehmlichkeiten und bedanke mich für Ihre Antwort.”

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Platon für Fußballfans

Die “Schaulustigen” in Platons Politeia hängen am Augenschein. Man kann sie einem sportfremden Publikum vergleichen, das sich im Fernsehen ansieht, wie zehntausende Menschen enthusiastisch 22 Männer beobachten, die aufgeregt hin- und herlaufen. Was ist an diesem Vorgang wichtig? Zuerst eine Totale, dann Großaufnahmen, Männer stürzen auf einen Haufen, dann wieder Übersichtsaufnahmen.

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In unseren Breiten ist der Ablauf nicht so fremdartig. Wir wissen, dass es sich um ein Fußballspiel handelt und sehen, dass ein Tor geschossen wird. (Wir sehen eine Kugel fliegen; wir sehen einen Kasten, in dem sie landet.) Das ist noch immer reichlich oberflächlich. Wer sich besser auskennt, sieht Spielzüge. Aber nicht unbedingt auf dem TV-Schirm. Spielzüge sind eine abstrakte Größe, man kann sie in einer graphischen Sequenz darstellen.

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Und nun, um platonisch zu fragen: Was ist ein Doppelpass?

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What is the Matrix?

Gerade arbeite  ich mich durch den Endbericht der Evaluation des Organisationsplans. Es wurden Interviews und auf Basis derselben Online-Surveys durchgeführt. Das wichtigste der ersten 10 Seiten: Unzufriedenheit über zu stark gesteuerte Kommunikationsprozesse (“Befehlsempfänger”), des Organisationsplanes im Allgemeinen (beim wissenschaftlichen Personal) und über das UG 2002. Dann wird gefragt, welches Profil durch den Organisationsplan gestärkt würde:  “WissenschafterInnen benennen hier an erster Stelle die „Matrixstruktur von Forschung und Lehre“ (gleichbedeutend mit einer tendenziell voneinander unabhängigen Organisation von Forschung und Lehre)” Was bedeutet das?

Rot oder Blau?

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Professuren heute.

Wenn eine Fakultät 3 neue Professuren bekommt, vermutet man als naiver Student, dass das u.A. Auswirkungen auf die Lehre  haben wird, dass z.B. neue Lehrveranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis aufscheinen. Wenn man dann hört, dass die Verträge von Professoren – je nachdem – Lehrverpflichtungen inkludieren, die nicht zusätzlich entgolten werden, befürchtet man, dass die Qualität der Lehre darunter leiden könnte, da sie als notwendiges Übel betrachtet werden könnte, denn im CV sind die Ergebnisse von Lehrveranstaltungs-Evaluationen nicht vermerkt, sondern Anzahl der Veröffentlichungen. Doch diese Befürchtung ist unbegründet. Diese schon.

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Der Pflug

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Kaiser Joseph II. war – nach dieser Hausarbeit ein “aufgeklärter Despot”. Eine interessante Mischung. Überliefert ist, dass es in Slawikowitz einem Bauern beim Pflügen half.

Furchen haben eine andere Geometrie als Höhlen. Man flieht nicht aus ihnen. Sie durchpflügen die Erdoberfläche, als Vorbereitung zur Aussaat. Ein Einschnitt als Bedingung zur Fruchtbarkeit. Dem Kaiser, der das Bauernhandwerk ausprobierte, sind fünf Denkmäler gesetzt.