langweilige Bachelorstudien für Millionen in Europa
Geldverschwendung durch Einführung des ECTS-Systems
Bürokratievermehrung, Postenkeilerei
lügenhafte Reformversprechen
Während Herr Pfaller offenbar über gesamteuropäische Daten verfügt, muss ich mich auf die Universität Wien beschränken. Das ECTS-System kostet keinen schlappen Euro. (Es hat seine eigenen Probleme, aber die liegen nicht daran, dass man für Lehrveranstaltungen Punkte vergibt.) Das “Bologna-Büro”, das die Umstellung begleitete, wird gerade aufgelöst. Die Akzeptanz und Ablehnung der neuen BA-MA-Ordnung fällt in den einzelnen Fakultäten und Studienrichtungen sehr unterschiedlich aus. Curricula mit neuartigen Konzepte stehen neben solchen, die sich auf “window dressing” beschränken.
Herr Pfaller regt an, alle Befürworter der Bologna-Reform zu entlassen. Ich nehme an, er will sich mit seiner rhetorischen Großtat für eine der damit frei werdenden Stellen qualifizieren. Vielleicht eine Professur für faktenfreie Monokulturwissenschaft.
Ja, ein neues Uni-Jahr hat begonnen. Und wieder einmal überlege ich mir, welche Seile man zwischen den Klüften aufspannen kann, die zwischen Philosophie, Informatik und Alltag/Domain mehr oder weniger vorhanden sind. Es hat sich etwas ergeben, was schon in manchen Semestern zuvor (aber weniger drastisch) passiert ist: Auf erstaunliche Weise überschneiden sich einige der Lehrveranstaltungen thematisch. In diesem Semester passiert das so, dass die Themenbereiche der LV’s zwar heterogen sind, jedoch die einzelnen Schnittstellen eine Kette bilden, die sich sozusagen zu einem Gesamten zusammenfügen. Dieses Semester ist für meine Vorstellungen vor allem deshalb interessant, weil durch die Kompetenzerweiterungsfächer des Informatikstudiums die Reflexion über die Informatik zum Thema gemacht wird, was das Spannen von Seilen zwischen Informatik und Philosophie etwas erleichtert.
Um genauer zu zeigen, was ich damit meine, werde ich einige für das Thema relevante Lehrveranstaltungen aus meinem Semesterplan herausgreifen und ein paar dieser Verkettungen beschreiben. Zur Vereinfachung führe ich folgende Abkürzungen ein:
OSP (Open Source Philosophie)
SGG (Sozial&Geisteswissenschaftliche Grundlagen)
PPS (Projekt: Platos Staat interaktiv)
EK (Evolution der Kooperation)
TP (Theoretische Philosophie)
GA (Geschichte der Philosophie – Antike)
IuR (Informatik und Recht)
IuG (Informatik und Gesellschaft)
OPT (Optimierung und Simulation)
GPI (Great Principles of Information Technology)
POS (Wider die Auflösung aller Wahrheit – Geschichte und Bedeutung des Post-Strukturalismus für ein zeitgemäßes Denken)
XXX (Informatik-Lehrveranstaltungen vergangener Semester, die bestimmte Technologien zum Thema hatten)
Ich habe versucht, bei dem folgenden Komponentendiagramm die Syntax der Symbole weitgehend dem UML-Standard entnommen, soweit es sinnvoll war. Vor allem bei den Interfaces (die Kreise mit den Linien dran, sogenannte Lollypop-Notation). Trotzdem sollte man das Diagramm nicht nach den strengen formalen Regeln, wie sie UML vorschreibt, lesen. Die Zusammenhänge sind außerdem nicht vollständig.
Mind the Gap! (click to enlarge)
Zur Erläuterung: Sehen wir uns zunächst einmal die LVs der Disziplinen isoliert voneinander an.
Philosophie:
Innerhalb der Philosophie bildet TP den allgemeinen Rahmen, der helfen kann, spezielle Wege in einen größeren Rahmen einzuorden.
Update: Durch eine Verschiebung der Vorlesungszeiten kann ich TP leider nicht absolvieren. Der allgemeine Rahmen sollte aber zumindest durch mein Vorkenntnis gegeben sein)
Update2: TP-Streams gibt es auch in der Philosophischen Audiothek, was für mich die optimalste Lösung ist. Das freut mich.
GA ist vor allem zur Ergänzung von PPS und OSP wichtig und umgekehrt können Detailerkenntnisse von PPS und OSP zu GA fließen.
PPS liefert, da es sich um ein Projekt handelt, das aller Voraussicht von der Kooperation mit anderen LV-Teilnehmern lebt, weitere Erfahrungen mit Kooperation, die in EK zur Falsifizierung der dort behandelten Theorien dienen kann.
Vermittlung (interdisziplinär):
Bei den Vermittlungs-Lehrveranstaltungen bilden OSP, IuG und SGG die Basis. Diese drei speisen alle mehr oder weniger von rechtlichen Überlegungen (vor allem was Datenschutz und geistiges Eigentum) betrifft, was in IuR Thema sein soll.
Update: PPS sollte in unmittelbarer Nähe zu den Vermittlungs-Lehrveranstaltungen gesehen werden.
Allgemeine Informatik:
Die ordnende Komponente, die den Anspruch hat, die Technologien von OPT sowie diverser anderer LVs aus vergangenen Informatik-LVs (XXX) invarianteren Prinzipien zuzuordnen, ist GPI. Als ich heute die Einführungseinheit hörte, hat mich dieser Anspruch positiv überrascht (vgl. weiter unten).
Medizininformatik:
Ich habe die einzelnen LVs nicht mehr extra herausgehoben (man könnte hier noch viele spannende Verbindungslinien finden, doch der Überschaubarkeit zuliebe lass ich das mal). Wichtig ist, dass man hier in den Anwendungsbereich (Domäne) der Informatik kommt. Im Prinzip kann man diese Domäne als gesellschaftlichen Bereich fassen, in dem bestimmte Tätigkeiten ausgeführt werden. Ein Pflegeheim zum Beispiel. Wie kann die Informatik in den Alltag eines Pflegeheims eingreifen? Welche Anforderungen hat sie, welche Probleme gibt es bereits beim Einsatz von IT-Technologien in Pflegeheimen? Hier wären rechtliche Fragen sicher auch bedeutsam, doch in Rahmen von IuR wird das voraussichtlich nicht thematisiert.
Seile spannen:
Die Philosophie holt sich bei PPS, das ist sicher bemerkenswert, Technologien direkt aus der Informatik, denn das Projekt wird mit einer Art Programmiersprache (auch wenn sie der natürlichen Sprache nahe kommt) realisiert.
OSP wird vielleicht duch Reflexionen über die in der Gesellschaft integrierte IT-Technologie etwas erfrischend Neues zum Selbstverständnis der Philosophie zu sagen haben (Stichworte: Kooperation, Demokratie), was vielleicht sogar in Kontrast zur antiken Philosophie steht.
Alle Kern-Vermittlungs-LVs reflektieren auf bestimmte Weise über die Prinzipien der Informatik oder die Einbettung der Informatik in alltägliche soziale Tätigkeiten (Pflegeheime, politische Betätigung, Selbstdarstellung,…).
Alles in allem ist, wie ich finde, das Ensemble der Lehrveranstaltungen in diesem Semester zu einem großen Teil gelungen. Es sieht zumindest auf den ersten Blick so aus, als ob das möglich wäre, was ich mir seit Beginn des Studiums wünsche: Einen konkreten Bogen zu spannen zwischen verschiedenen Denkansätzen, vornehmlichen denen der Informatik und der Philosophie. Die vor Ideen strotzende Philosophie wird über Vermittlungsstufen, die sich auf aktuelle gesellschaftliche Strömungen, sowie antiken Vorstellungen beziehen, durch die formalen Prinzipien der Informatik geschleust, um die Ideen von Jahrtausenden für die Probleme des Alltags (im Krankenhaus, im Forschungsbetrieb, im Freizeitbereich, …) zu übersetzen und vielleicht nutzbar zu machen. Dieser eigentlich Umweg von Philosophie zu den alltäglichen Gegebenheiten unseres Lebens über die Informatik dürfte für Alltag, als auch für Philosophie und Informatik fruchtbar sein, neue Perspektiven aber auch Warnungen eröffnen.
Vielleicht täusche ich mich auch, und das Ganze sieht in einem Diagramm viel übersichtlicher aus, als es dann, wenn man sich mit den Themen beschäftigt, tatsächlich ist und man verliert sich in Detailfragen der ein oder anderen Disziplin, ohne dass man fähig wäre, ein Seil zu spannen, dass irgendwie fruchtbar wäre.
GPI: Der Weg aus der Ingenieurswissenschaft
Wie oben angekündigt, noch eine kleine Reflexion über die erste GPI-VO-Einheit:
Es hat sich ergeben, dass in diesem Semester in der Informatik selbst Tendenzen zu erkennen sind, die das Spannen eines Seils zwischen ihr und der Philosophie erleichtern. In GPI wird versucht, längerlebige Prinzipien, die hinter den schnell sich abwechselnden Technologien auftreten, zu identifizieren. Dies ermöglicht es, GPI als ein ideales Interface für die Vermittlungsstufen zur Philosophie anzusehen, das die anderen in der Informatik verwendeten Technologien auf ein allgemeineres Niveau hebt. Natürlich heißt das nicht, dass dies schon alles wäre, was zur Informatik zu sagen wäre, gerade wenn es um die Einbettung der Technologien in die sozialen, alltäglichen Tätigkeiten geht, sind Philosophie, Soziologie und Kognitionswissenschaften gefragt, nachzudenken.
Worauf ich mich beziehen wollte war, dass es sich nicht nur so verhält, dass die Philosophie sich der Informatik annimmt, um sie auf den rechten Pfad zu leiten, sondern dass umgekehrt die Informatik ihren Ruf, Ingenieurswissenschaft zu sein, aufgrund der steigenden Komplexität aufzugeben hat, und ihre vielfältigen heterogenen Technologien, die sich schnell ablösen, daraufhin zu untersuchen, ob es beständigere, weitgehend invariante Prinzipien gibt, die zwar nicht ganz so hart wie die der Naturwissenschaften auftreten können, dem Informatiker jedoch stark helfen, sich in einem Wald von Technologien zurechtzufinden.
Und eine weitere interessante Frage stellt sich: Welche Grenzen ergeben sich, wenn man denjenigen oder dasjenige berücksichtigt, der oder das die Technologien benutzt? Welche Folgen hat ein Umgang mit einer Klasse von Technologien (die durch ein oder mehrere Prinzipien konstitutiert wird) für den alltäglichen “User”? Wie verändert sie das Leben des “Users” oder die Aktionsmöglichkeiten des “Bots”?
Ein Seiltanz ist gefährlich und gewagt – man fliegt vielleicht auf die Nase oder bricht sich das Genick. Irgendwann aber ist man vielleicht soweit und stellt sich nicht mehr so unbeholfen an, wenn man auf die andere Seite geht. Dann kann man mit dem Brückenbau beginnen…
Bettina Kann: “Going Digital”. Es gibt kein gesamtösterreichisches Konzept. Viele Insellösungen. Zu wenig Inhalt und fehlende Nachhaltigkeit.
Fallstudie: Google Books, EU-Initiative. Wirken Bibliotheken an ihrer eigenen Auslöschung mit? Internetsuche ist eine Bedrohung. Chance: die Bibliotheksbestände aktiv zu verbreiten. Immer neue Portale, niemand finanziert die Digitalisierung selber.
Idee: Gründung eines OA-Journals in den Sozial- und Humanwissenschaften, für das pro Beitrag 1000.- EUR verlangt werden. Crazy?
Gernot Hausar: open access eine Nebenerscheinung der massiven Neuentwicklungen im filesharing und free software Aktivistinnen. “preemptive self-defence”: Apple hat die Entwicklung für sich umgedreht (on-line musicshop). Wissensvernichtung: Uni Wien 72.000 Studierende, 8 Lehrende; wenn man deren (wissenschaftlich kontrollierte) Arbeiten online stellen würde, hätte man eine riesige Datenbank. Bringschuld: wir zahlen für die Produktion und dann nochmals für die Distribution wissenschaftlicher Inhalte.
Ich unternehme hier mal ein liveblog der Emergenzen 7 an der Universität Wien.
Begonnen hat Peter Plener mit einem overview über die Problematik. Tenor: es bedarf einer konzertierten öffentlichen Strategie. Die gegenwärtige Praxis: Förderung von Forschungsprojekten, Förderung der Publikation der Projekte, Förderung des Verlagsvertriebs (volle Lager) – alles von der öffentlichen Hand.
Falk Reckling (Wissenschaftsfonds). 5 Verlage besitzen 30% aller Zeitschriften. Daten (in einigen Fachbereichen): Non profit publishers produzieren zu einem fünftel des Preises doppelt so hohe Qualität. FWF: Verpflichtung der open access Zugänglichkeit von geförderten Projekten.
Publikationsmöglichkeiten: Preprints, Postprints (Selbstarchivierung), Open Access Zeitschriften, Paid Open Access
Vorteile: Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse erhöhen, schnelle Veröffentlichung, Kostenersparnis, Erleichterung des Marktzugangs, Wissensvernetzung, Qualitätssicherung.
Probleme: Bewußtseinsproblem: man kümmert sich nicht um Publikationskosten, Reputationskosten, Ressourcen: Umschichtung der Bibliotheksmittel, Datenmengen, Einrichtung von Überswichtssystemen, business models.
Geplant: pauschale Finanzierung aller bei Elsevier veröffentlichten Artikel aus FWF-Projekten als “paid open access” durch den FWF. Erhöhte Verlagsförderung im Fall des open access.
Vor einiger Zeit ging es hier schon einmal um Holzschnitte und Ölgemälde. Ich übernahm den “schmierigen” Teil, jetzt drehe ich das probeweise um. Gert Bachmann hat ein Ölgemälde verfertigt.
In den Meldungen ist die Rede von unvorstellbaren Wertverlusten in der Finanzwirtschaft und vom Ende eines Systems. Die Geldbeträge, die zitiert werden, sind für unsereinen jenseits des Fassbaren. Das ist das Schockmoment, aber es wird sofort durch Verständnisversuche aufgefangen. Es ist nicht anders, als nach einem Tsunami oder dem Einmarsch in den Irak.
Wir antworten mit Klischees. Angesichts der Ereignisse ist alles andere unsachgemäß. Und gleichzeitig haben wir Gelegenheit, die Klischees zu zerlegen. Die Washington Post bringt einen hilfreichen Beitrag zur Erklärung der gegenwärtigen Situation. Ein Punkt fällt mir besonders auf.
Die Banken sollen gerettet werden, indem die US-Regierung die problematischen Wertpapiere kauft. Das klingt so, als wäre eine Firma auf einer alten Ware sitzengeblieben und würde Hilfe erhalten. So macht man das den Steuerzahlerinnen verständlich, aber der “revolutionäre” Aspekt der Sache geht tiefer. Die unverkäuflichen Wertpapiere können eben deshalb nicht im Wert bestimmt werden. Wenn der Markt für diese Papierscheine weggebrochen ist, fehlt der Mechanismus, den wir normalerweise zur Bewertung verwenden.
Ein Residuum bleibt zurück. Irgendetwas müssen diese Scheine doch wert sein. Wie ist das zu definieren? Damit verbindet sich die interessante Frage, wieviel Geld der Staat investieren soll/muss, um “Werte” zu erwerben, die sich aus den ökonomischen Transaktionen disqualifiziert haben – und damit die Ökonomie im Ganzen bedrohen.
Das Begräbnis Wendelin Schmidt-Denglers gestern war durch seine Schlichtheit wirksam. Unter den hunderten Teilnehmerinnen (m/w) gab es sicherlich zwei Dutzend, die schöne Reden hätten halten können. Das schien fast unvermeidlich, angesichts eines “wortgewaltigen” Professors, der in zentralen Institutionen dieses Landes verankert war. Die unverdrossene, in solchen Zusammenhängen immer etwas trotzige, Demonstration der “Kraft des Wortes”.
Das ist ausgeblieben. Es gab den Satz einer Beethovenschen Klaviersonate und die Ansprache des Priesters. Und – für die Wiener Bildungselite bemerkenswert – ein lautes, textgenaues Gebetsmurmeln im Ritus. Ein Meister der Formulierungen ist, das war vermutlich seine Absicht, ohne diese Sprachanstrengungen gefeiert worden.
Wolf Lindstrot gab ein interessantes Resümee der Ars Electronica in Linz bei netzpolitik.org. Die Indizien für einen gesellschaftlichen Umschwung mehren sich, insofern man immer öfters Forderungen, Versuche und Beiträge findet, die zum Thema haben, interaktivere, dynamischere Strukturen auf der Basis von Vernetzung zu realisieren und dadurch Kooperation mit den Teilnehmern erschließbar machen soll.
Auf YouTube werden Videos und Audios auf kreative Weise modifiziert, gemixed und parodiert (man spricht von der ReMix-Kultur). Was von einem wütenden Aufschäumen, Verklagen und Verfolgen, zu hohen Verlusten und Resignation der Film-&Musikindustrie geführt hat, mündet jetzt langsam in eine Gesprächsbereitschaft über die neuen Systeme. Man sieht sich nach alternativen Geschäftsmodellen sowie rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen um, die die kreativen Tätigkeiten von jenen Leuten, die vormals von den Unternehmen als passive Konsumenten eingestuft wurden, als Produzenten und Teilnehmer ernst nimmt und in die Infrastruktur miteinschließt.
Die „junge Generation“ will nicht mehr nur passiv konsumieren, sondern partizipieren, sich selbst ausdrücken, Vorgefundenes remixen und die Ergebnisse mit anderen teilen. Und die kritische Masse ist erreicht: Produktion und Vertrieb von kulturellen und wissenschaftlichen Erzeugnissen sind durch die Entwicklung der Technik und der Vernetzung so einfach geworden, dass die alte Spaltung in wenige professionelle Medien- und Kultur- ArbeiterInnen einerseits und die große, konsumierende Masse andererseits aufgehoben ist. Wir leben in einer Wissensgesellschaft, die eine Ökonomie des Teilens braucht, um des kulturellen, wissenschaftlichen und ökonomischen Fortschritts willens. Deshalb müssen, nachdem die Praxis im Internet Fakten geschaffen hat, endlich Wirtschaft, Politik und Gesetzgebung angepasst werden.
Auf der anderen Seite hat man gar keine Freude damit, wenn irgendjemand oder irgendetwas (z.B.: ein Algorithmus zur Erschließung der Inhalte für personalisierte Werbung) mit seinen IP-Adressen, Geburtsdaten, Kontonummern oder E-Mail-Inhalten herumpanscht (“Data-Mining”, Handel, etc.). Über diese Art von Eigentum will man dann (verständlicherweise?) doch noch seine eigene Verfügungsgewalt haben.
Zwei der großen Themengebiete, die die Online-Community beschäftigt: Geistiges Eigentum und Datenschutz. Geistiges Eigentum abschaffen und Datenschutz-Rechte forcieren? Diese Rechnung wird meiner Meinung nach ohne Kompromisse nicht aufgehen. Wenn man teilen will, wird man auch etwas von sich verraten (müssen). Im Netz ist es zwar immer möglich, seine Identität zu verschleiern, doch der durchschnittliche User achtet nicht darauf. Im Gegenteil: Manchmal schätzt er es sogar, wenn Amazon die richtigen Bücher für einen vorschlägt oder Google hiesige Reisebüros für deinen Urlaub parat hat, den du soeben deinen Freunden jubelnd per GMail verkündet hast.